Hintergrundinformationen
Existenzgründer bauen in der Regel auf eine Mischung aus Eigenmitteln und verschiedenen Formen von Fremdkapital. Eine Eigenmittel-Quote von mindestens 15% an der Gesamtinvestition wird standardmäßig vorausgesetzt. Der Gründer weist damit neben seiner Bonität vor allem nach, dass er bereit ist, selbst ins Risiko zu gehen.
Neben Krediten der Hausbank, die flexibel auf den Bedarf des Kunden abgestimmt werden, bilden öffentliche Förderprogramme eine wichtige Säule der Finanzierung. Welche Programme infrage kommen, lässt sich beispielsweise bei den Industrie- und Handelskammern abfragen. Ebenfalls hilfreich: www.foerderdatenbank.de
Fördermittel-Hotline unter 0231 / 557 888 24
Was tun, wenn es an Kapital fehlt, um sich als angehender Franchise-Nehmer selbstständig zu machen oder als etablierter Franchise-Geber die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern?
DFV bietet in Kooperation mit der ETL Unternehmensberatung Rhein Ruhr GmbH eine Fördermittel-Hotline und prüft die Fördermöglichkeiten von Franchise-Gebern und Franchise-Nehmern.
Dabei ermöglicht der DFV im Rahmen der Zusammenarbeit eine kostenfreie Erstberatung durch die zertifizierten Fördermittelexperten der Dortmunder Unternehmensberatung. Weitere Informationen sind in einer kleinen Broschüre zur Fördermittel-Hotline zusammengefasst.
Die Sparkassen-Finanzgruppe
Bei der Sparkassen-Finanzgruppe profitiert ein Gründer von den fundierten regionalen Kenntnisse der Institute. Eine weitere Hilfe bietet das umfassende Wissen, auf das Sparkassenberater seit dem Jahr 2009 im zentralen Franchise-Informationssystem der Finanzgruppe zurückgreifen können. Mit Unterstützung dieses Informationssystems können maßgeschneiderte Franchise-Finanzierungen erstellt werden. Dabei werden sowohl die Besonderheiten des Franchisings an sich als auch die Anforderungen des jeweiligen Franchise-Systems optimal berücksichtigt.
Existenzgründungen werden vom Staat auf vielfältige Weise unterstützt. Sparkassenberater kennen die Wege durch den Förder-Dschungel. Auch nach der Gründung wird der Franchise-Nehmer nicht allein gelassen: Sparkassen bieten ein Rundum-Angebot an Finanzdienstleistungen, egal ob es sich um die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, Versicherungen oder Altersvorsorge handelt.
Weitere Informationen darüber, wie Sparkassen Franchise-Nehmern als starker Partner zur Seite stehen, erhalten interessierte Gründer auf www.sparkasse.de/franchise.
Die KfW Mittelstandsbank
Für alle Förderprogramme der KfW Mittelstandsbank gilt das so genannte Hausbankprinzip. Das heißt: der Antrag für die KfW-Förderdarlehen wird nicht direkt bei der KfW Mittelstandsbank gestellt, sondern bei der Bank oder Sparkasse (Hausbank) vor Ort. Hierbei ist wichtig, dass der Antrag gestellt wird, bevor mit dem Vorhaben begonnen wird.
Da die Hausbank auch für die Förderdarlehen in der Regel zumindest teilweise das Risiko eines Kreditausfalls trägt, müssen die Hausbank von den Erfolgsaussichten des Vorhabens überzeugt sein.
Welche Förderprogramme bietet die KfW Mittelstandsbank an?
KfW-StartGeld
Für Franchisegründer mit einem Fremdfinanzierungsbedarf von maximal 50.000 EUR bietet die KfW-Mittelstandsbank das KfW-StartGeld an. Auch Franchisenehmer, die noch nicht länger als 3 Jahre selbstständig tätig sind, können zur Festigung ihres Betriebes das KfW-StartGeld in Anspruch nehmen. Grundsätzlich ist das KfW-StartGeld banküblich zu besichern, darüber hinaus ist es aber auch mit einer 80-prozentigen Haftungsfreistellung ausgestattet. Das bedeutet, dass die KfW 80 % des Kreditausfallrisikos übernimmt. Die restlichen 20 % trägt die Hausbank. Die Haftungsfreistellung ist also eine Vereinbarung über die Risikoverteilung zwischen KfW und Hausbank. Das erleichtert Ihnen den Zugang zu einem Darlehen, da die Hausbanken oftmals erst durch diese Risikoübernahme zur Finanzierung eines Vorhabens bereit sind. Die Haftungsfreistellung ersetzt jedoch nicht Ihre Sicherheiten und entbindet Sie auch nicht von der vollständigen Rückzahlung des Darlehens.
ERP-Kapital für Gründung
Bei einem höheren Investitionsbedarf eines Franchisegründers ist der Einsatz des Unternehmerkapitals – ERP-Kapital für Gründung sinnvoll. Als Nachrangdarlehen ohne bankübliche Sicherheiten stärkt es die Eigenkapitalbasis und ebnet den Weg für die Aufnahme von Fremdkapital, das zur Finanzierung der Gründungsinvestitionen zusätzlich benötigt wird. Voraussetzung für die Gewährung von ERP-Kapital für Gründung ist dabei ein gewisser Einsatz eigener Mittel.
KfW-Unternehmerkredit
Mit dem KfW-Unternehmerkredit können sowohl Franchisegründer als auch etablierte Franchiseunternehmen ihre Investitionen und laufenden Aufwendungen bis zu einem Darlehensbetrag von 10 Mio. EUR zinsgünstig in voller Höhe finanzieren. Der KfW-Unternehmerkredit ist banküblich zu besichern, ggf. mit einer Bürgschaft der Bürgschaftsbank / Kreditgarantiegemeinschaft Ihres Bundeslandes
Noch Fragen? Die Berater der KfW Mittelstandsbank helfen die für das geplante Vorhaben passenden Kreditprogramme zu finden und daraus einen maßgeschneiderten Finanzierungsplan zu erstellen. Hierfür steht das Infocenter unter der kostengünstigen Servicerufnummer 0180 1 241124 zum Ortstarif zur Verfügung. Weitere Informationen sind auch im Internet unter www.kfw-mittelstandsbank.de zu finden.
Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB)
Um Existenzgründungen im Franchising gezielter durch die deutschen Bürgschaftsbanken unterstützen zu können, haben der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) und der DFV eine Kooperationsvereinbarung geschlossen:
Die Vielzahl der Systeme, die auf dem Markt angeboten werden, führen mitunter zu Beurteilungshemmnissen bei manchen Hausbanken. Da die Bürgschaftsbanken als Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft wesentlich von Kammern, Verbänden und der Kreditwirtschaft getragen werden, bietet dieses Netzwerk ideale Möglichkeiten die Finanzierungsbedingungen für Franchising zu verbessern. Grundsätzlich können daher alle Franchise-Nehmer, denen wegen fehlender Absicherung kein oder kein ausreichender Kredit zugesagt wird, eine Ausfallbürgschaft erhalten. Ihr Finanzierungsvorhaben muss aber betriebswirtschaftlich tragfähig sein.
Weitere Informationen erhalten Interessenten bei der VDB unter www.vdb-info.de.