Themenschwerpunkt der nächsten Monate: Kundenansprache im digitalen Zeitalter

Zu diesem Titel fand im Rahmen der Dialogplattform Einzelhandel des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) am Mittwoch, den 25.10. ein Workshop in Berlin statt.

„In Franchisesystemen“, so Torben Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. (DFV) und Beiratsmitglied in einem kurzen Einführungsvortrag, „bestechen als Erfolgsfaktoren der gemeinsame Auftritt unter einem Markendach, gemeinsame Qualitätsstandards sowie die unternehmerische Selbständigkeit – gepaart mit einer Kombination aus Marktmacht und Marktnähe.“

Die Digitalisierung führt dazu, dass das Marken- und Kommunikationsmanagement im Franchising im Kontext einer einheitlichen Kundenansprache zum Teil komplett neu definiert werden müssen. Folgende Aufgaben stehen dabei vermehrt auf der Agenda der Franchisegeber:

  • Permanente Schulung und Austausch von Best Practices für:
  • Prozesse müssen regelmäßig angepasst werden
  • Es ergeben sich neue Potenziale (Touchpoints) in der Kundenansprache
  • Definition: “Wer ist wo präsent”? und “Wer macht was”? (Franchisezentrale und Franchisenehmer)
  • Erstellung einer digitalen Strategie und gemeinsame Regeln
  1. Mitarbeiter der Franchisezentrale
  2. Franchisepartner
  3. Mitarbeiter der Franchisepartner
  • Nachhaltung der gemeinsamen Regeln sowie
  • Strategien zur Krisenkommunikation

Abschließend führte Torben Brodersen an, dass die Struktur eines Franchisesystems eine virale Markenführung im digitalen Zeitalter begünstigt. Erforderlich hierfür sind jedoch eine 100%-ige Identifikation der Markenbotschafter (Franchisegeber, Franchisenehmer und deren Mitarbeiter) sowie eine konsequente Befolgung der gemeinsamen Spielregeln. Daraus ergibt sich ein noch wesentlich vielfältigeres Potenzial, um Franchisemarken weiter zu stärken. Der DFV wird die Digitalisierung zu einem seiner Themenschwerpunkt der nächsten Monate machen.

Als Repräsentanten der Franchisewirtschaft nahmen Lars Eckart (Pandora Jewelry) und Alexander Mehnert (TeeGschwendner) an dieser Veranstaltung teil.

 

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DFV-Blog in neuem Gewand

Um Ihnen weiterhin treu zu bleiben und eine bessere Übersicht zu bieten sowie neue Leser zu gewinnen, erscheint der Franchise-Blog ab sofort in einem neuen Design. Stetig steigende Zugriffszahlen haben uns zu einem Relaunch bewogen.

Dazu gehören neben neuen Imagebildern, die eigens für den neuen Blog geshootet wurden, ein neues, ansprechenderes und übersichtlicheres Design. Neue oder bei den Lesern beliebte Beiträge können gefiltert, kommentiert und über die Sozialen Medien geteilt werden. Im Archiv sind alle Beiträge des Blogs zu finden sowie über die Suche gezielt nach einzelnen Themen.

Der neue Blog kann ab sofort auch von allen mobilen Endgeräten besucht werden und passt sich ihrer Darstellung an.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und freuen uns über Ihre Kommentare und Verbreitung der Beiträge!

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Bericht aus Berlin: IT-Gipfel-Prozess muss konkrete Ergebnisse liefern

Die Deutsche Franchisewirtschaft stellt sich der Herausforderung der Digitalisierung

Am 18. und 19. November findet in Berlin der 9. nationale IT-Gipfel unter dem Motto „Digitale Zukunft gestalten – innovativ_sicher_ leistungsstark“ statt.

Der IT-Gipfel ist ein wichtiger Faktor der Digitalpolitik der Bundesregierung. In seiner Neuausrichtung begleitet der Gipfel konkret die Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung. Mit der vor kurzem veröffentlichten Breitbandförderrichtlinie oder dem IT-Sicherheitsgesetz sind in diesem Jahr daneben wichtige Projekte der Digitalen Agenda der Regierung umgesetzt worden. Im Ausschuss Digitale Agenda werden wir die Ergebnisse des Gipfels aber auch einem ehrlichen Blick unterziehen: Deutschland darf im internationalen Wettbewerb nicht zurückfallen. Das erfordert eine Digitalpolitik aus einem Guss. Daher müssen alle Anstrengungen genutzt werden, um die Anschlussfähigkeit der deutschen Wirtschaft sicherzustellen. Große Chance ist dabei die Umstellung auf Industrie 4.0, die insbesondere dem produzierenden Mittelstand durch die Digitalisierung den Anschluss an den globalen Wettbewerb ermöglicht. Hier bedarf es jeder möglichen Unterstützung – einen wichtigen Beitrag dazu muss auch der IT-Gipfel als Leuchtturmprojekt der Bundesregierung leisten.

Ankündigung

Zeitenwende Digitalisierung – Aus Chancen Erfolge machen.
Herausforderungen, Strategien & Handlungsansätze für Franchisesysteme

Unter diesem Titel veranstaltet das Deutsche Franchise-Institut am 17. Februar 2016 in Bonn den Digitalisierungsgipfel der Franchisewirtschaft in Deutschland.

Einzelheiten hierzu erfahren Sie in Kürze.

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Der 3. Franchise Matching Day überzeugte mit Qualität

Zum dritten Mal fand am vergangenen Samstag der Franchise Matching Day statt, erneut in der Rheinmetropole Köln. Rund 400 Gründungswillige nahmen die Möglichkeit wahr, Franchisekonzepte aus vielen unterschiedlichen Branchen kennen zu lernen. Diese kamen zum Großteil aus NRW (40 Prozent), gefolgt von Hessen (30 Prozent) und Bayern (10 Prozent). Die Mehrheit war bereits gut über Franchising informiert und ging gezielt auf die Franchisesysteme ihrer Wahl zu. Insgesamt 33 Aussteller, etwa aus den Bereichen Fitness, Immobilien, Mode, Pflege und Systemgastronomie wie z.B. Bodystreet, Joey’s Pizza, KFC, McDonald’s, Schmidt Küchen, Town & Country Haus sowie Berater, Rechtsanwälte und Netzwerkpartner, wie BridgehouseLaw oder die Sparkasse KölnBonn standen den potenziellen, neuen Unternehmern Rede und Antwort.

Bei den Veranstaltungsformaten den „Living Pages®“ berichteten Geschäftsführer an verschiedenen Round-tables von ihrem Weg zum Erfolg und im „World-Café“ durchlebten Besucher den Weg zum Franchisenehmer an Thementischen. Experten informierten über Systemauswahl, Gründung/Recht, Finanzen bis hin zur Startphase.

Die Aussteller führten, laut eigenen Aussagen, viele hochwertige Einzelgespräche mit gut vorbereiteten Franchise-Interessenten. „Die gezielt gestellten Fragen der Franchise-Interessenten verdeutlichten, dass es sich bei den Besuchern um tatsächliche Franchise-Interessenten handelte, die sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung mit dem Thema Franchise auseinandergesetzt haben“, freute sich Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes e.V.

„Der Franchise Matching Day erlaubt es uns, unser Konzept zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu präsentieren und potenzielle Franchisepartner zu finden“, so Allan Lillebæk Nielsen, Franchise Manager von Noa Noa und Newcomer-Aussteller beim Franchise Matching Day.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Deutschen Franchise-Verband e.V. (DFV) und der Wiener Agentur Cox Orange.

Die seit 1997 aktive Marketingagentur Cox Orange aus Wien setzt auf kreative Kommunikation, basierend auf klaren Strategien. In der Umsetzung konzipiert die Agentur Imagekampagnen, Veranstaltungen, entwickelt Animationsfilme, setzt auf Pressearbeit oder andere Formen der Informationsvermittlung. Die von Cox Orange entwickelte und umgesetzte Österreichische Franchise Messe in Wien ließ die Branche aufhorchen und setzte Gründungswillige in Bewegung. So konnten schon 2011 bei der ersten Messe 1.200 zahlende Besucher/innen gezählt werden.

„Der Deutsche Franchise-Verband e. V. (DFV) ist der Spitzenverband der deutschen Franchise-Wirtschaft und repräsentiert als Qualitätsgemeinschaft Franchisegeber und Franchisenehmer gleichermaßen“, so Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des DFV. Der Deutsche Franchise-Verband e.V. wurde 1978 gegründet und sitzt in Berlin. Das Kernanliegen des Verbandes ist es, die Interessen der Franchise-Wirtschaft wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch zu vertreten. Der Bekanntheitsgrad und das Image des professionellen Franchisings in Deutschland soll nachhaltig und positiv gefördert und die Finanzierung von Franchisegebern und Franchisenehmern sichergestellt werden.

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Fehlende langfristige Strategie zur Stärkung der Gründungskultur in Deutschland

Anlässlich der am kommenden Montag, den 16. November, beginnenden Gründerwoche Deutschland ist es nach gut zwei Jahren Arbeit der Großen Koalition Zeit, eine Zwischenbilanz zur Mittelstandspolitik zu ziehen: Das beschlossene nationale Reformprogramm 2014/2015 für die KMU und für den Mittelstand geht nicht weit genug, gerade wenn man die Maßnahmen mit den anfänglichen Verlautbarungen zur Mittelstandspolitik der Parteien CDU/CSU und SPD der Großen Koalition vergleicht.

Die geforderte „große Reform“ für das Unternehmerland Deutschland über die Legislaturperiode hinweg bleibt hierbei aus. Einzelne wirtschaftspolitische Gestaltungshebel, wie die bildungspolitische Verankerung im Lehrplan oder mehr Transparenz und Nachhaltigkeit durch Bürokratieabbau werden überhaupt nicht in Erwägung gezogen. „Die Große Koalition hätte gerade in den ersten beiden Jahren ihrer Regierungsperiode für eine nachhaltige Neuausrichtung der Mittelstandpolitik nutzen können“, so der Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes (DFV) e.V. Torben L. Brodersen.

Das Versäumnis der Politik, gründerfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, bleibt daher weiter bestehen und eine über Legislaturperioden hinweg eingeleitete Strategie zur Unternehmerkultur ist weiterhin nicht zu erkennen. “Die Große Koalition hat trotz Ankündigungen der Priorisierung von KMU Politik noch keinerlei signifikante Maßnahmen eingeleitet“, betont das Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) e.V. Eckhard Döpfer. Zwei Jahre der politischen Gestaltung bleiben noch. Es gilt, die Koalition weiter an ihre gemachten Wahlversprechen zu erinnern. Die Wirtschaft leistet ihren Beitrag. Nun ist auch die Politik gefordert.

Mittelständische Unternehmen sind der Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft. Sie sind unverzichtbar für Wachstum, Beschäftigung und Innovation in Deutschland. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, darunter auch Franchisesysteme, stehen in Deutschland für eine Unternehmenskultur, die die Einheit von Eigentum, Haftung und Leitung verbindet. Der Mittelstand spielt damit eine entscheidende Rolle in einer modernen und zukunftsgewandten Wirtschaft und Gesellschaft.

Mittelständler denken nicht in Quartalszahlen, sondern in Generationen. Sie entwickeln ihre besondere Stärke aus den langfristigen Beziehungen zu ihren Beschäftigten, Lieferanten und Kunden. Ihre traditionell starke regionale Verankerung und ausgeprägte unternehmerische Verantwortungsbereitschaft machen sie zu einer tragenden Säule unserer Sozialen Marktwirtschaft.

Die Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung
und Vertrieb (CDH) e.V. ist der Spitzenverband für Vertriebsunternehmen. Die Mitglieder sind selbständige Unternehmer, die im Vertrieb auf der b2b-Ebene tätig sind – und das in allen Branchen. Dazu gehören insbesondere die Handelsvertretungen als Marktpartner von Industrie und Handel. Sie vermitteln Produkte zwischen Industriebetrieben, zwischen Industrie und Handel oder zwischen Groß- und Einzelhandel. Die rund 48.000 Unternehmen vermitteln jährlich Waren im Wert von ca. 175 Milliarden Euro einschließlich eines Eigenumsatzes von ca. fünf Milliarden Euro pro Jahr.

Seit 1978 vertritt der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) die Interessen der deutschen Franchisewirtschaft im nationalen und internationalen wirtschaftspolitischen Umfeld. Mitglieder des DFV werden stetig betreut, mit Brancheninformationen sowie Fachwissen versorgt und erhalten aktive Unterstützung bei der Gewinnung von qualifizierten Franchisenehmern. Dies geschieht zum Beispiel durch das Veranstaltungsformat, den Franchise Matching Day, bei dem Franchisegeber mit Franchisegründern und potenziellen Franchisepartnern zusammengeführt werden. Der nächste Franchise Matching Day findet am Samstag, den 14. November 2015 von 10-18 Uhr im RheinEnergieSTADION in Köln statt. Nähere Informationen sind unter: www.franchise-matchingday.de erhältlich.

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Bodystreet: Franchisepartner mit Begeisterung für ein faszinierendes Produkt sowie zupackendem Eigenengagement gesucht!

Im heutigen Interview spricht Torben L. Brodersen mit Matthias H. Lehner, XL-Host beim Franchise Matching Day sowie Gründer und Geschäftsführer von Bodystreet und DFV-Vorstandsmitglied über das Franchisesystem und wie das Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit steht.

Torben L. Brodersen: Bitte beschreiben Sie mit einem Satz das Wesen von Bodystreet!

Matthias H. Lehner: Warum ständig trainieren, wenn 20 Minuten locker reichen: Wir bieten die langersehnte Lösung für alle, die zwar liebend gerne Fitness machen würden, aber nicht die Zeit dafür haben.

Torben L. Brodersen: Was ist Ihr entscheidender Wachstumsfaktor?

Matthias H. Lehner: Die eben beschriebene Zielgruppe umfasst mindestens 10 Prozent der Gesellschaft – im Moment trainieren aber erst 0,4 Prozent bei uns!

Torben L. Brodersen: Sie setzen stark auf das Thema Nachhaltigkeit. Wie sieht diese bei Bodystreet genau aus?

Matthias H. Lehner: Es ist Teil unseres Markenkerns, dass wir unser gesamtes Tun ökonomisch, ökologisch und sozial auf höchstmögliche Nachhaltigkeit ausrichten. Gerade im Fitnessbereich dürfte es kaum einen Anbieter geben, der uns z.B. bei der Ökostromquote, beim Einsatz sparsamer LED-Beleuchtungen oder bei der Ausbildungsbereitschaft übertrifft.

Torben L. Brodersen: Welche Art von Franchisegründer suchen Sie?

Matthias H. Lehner: Leute, die von einem faszinierenden Produkt profitieren wollen, aber gleichzeitig klug genug sind, um zu erkennen, dass zupackendes Eigenengagement wichtiger ist als bloße Investitionsbereitschaft.

Torben L. Brodersen: Was macht für Sie den Franchise Matching Day zu einer geeigneten Präsentationsplattform gegenüber anderen Gründermessen?

Matthias H. Lehner: Hier ist das Franchising von Anfang an der „Held“. Das Vorwissen der Besucher zum Thema „Franchising“ liegt daher spürbar höher als anderswo.

 

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Bericht aus Berlin: ERP-Mittelstandsförderung vom Deutschen Bundestag verabschiedet

760 Millionen Euro für 2016 eingeplant

Vergangenen Donnerstag hat der Deutsche Bundestag das Gesetz über die Feststellung des Wirtschaftsplans des ERP-Sondervermögens für das Jahr 2016 abschließend beraten.

Mit der Verabschiedung des ERP-Wirtschaftsplangesetzes 2016 werden Mittel für die Förderung der mittelständischen Wirtschaft bereitgestellt. Insgesamt sind Mittel für 2016 in Höhe von 760,5 Millionen Euro verfügbar. Das Geld fließt unter anderem in die Förderung von Existenzgründungen, in Wachstumsfinanzierungen, in die Innovationsförderung, in Exportfinanzierungen und in die Beteiligungskapitalförderung. Zudem stehen die Mittel auch für den Aufbau und die Modernisierung bestehender Unternehmen im Osten und in regionalen Fördergebieten im Westen zur Verfügung.

Unternehmen der gewerblichen mittelständischen Wirtschaft und die Freien Berufe erhalten die Möglichkeit für zinsgünstige Finanzierungen aus den ERP-Programmen. Durch die Hebelwirkung wird ein Volumen von insgesamt rund 6,03 Milliarden Euro erzielt.
Hervorzuheben ist für die Franchisewirtschaft in diesem Zusammenhang auch, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit ihrem neuen Instrument “ERP-Venture Capital-Fondsinvestments” die Förderung von technologieorientierten Start-ups und innovativen Unternehmen verbessern will. Hiermit sollen in den nächsten fünf Jahren Investitionen von bis zu 400 Millionen Euro eingegangen werden. Damit hebelt die KfW ein Fondsvolumen von rund 2 Milliarden Euro für den Venture Capital-Markt. Das ist ein erheblicher Impuls, der insbesondere den KMU zugutekommen wird.

Hintergrund

Das ERP-Sondervermögen bezeichnet ein vom Bund verwaltetes Sondervermögen aus dem European Recovery Program (ERP). Das Sondervermögen wurde 1948 ursprünglich auf der Grundlage des Marshallplans bereitgestellt, um den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu fördern. Der Wirtschaftsplan wird von Förderinstituten, im Wesentlichen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, im Zusammenspiel mit den Hausbanken durchgeführt.

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Mut zur Größe: Wachstum steigern durch starke Partner und Investorenmodelle

Zu diesem Thema fand am Mittwoch, den 28. Oktober 2015 ein DFV-Round-table bei Sanifair – Tank und Rast in Siegburg statt. Hierzu standen knapp 20 Teilnehmer und Experten der Business Community des DFV im intensiven Austausch und folgende Themen wurden diskutiert:

Wachstum ist eine zentrale Voraussetzung für dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg eines Systems.
Traditionell stehen hierzu zwei Wege offen:

1. Das Wachstum mit bestehenden Partnern und
2. durch Akquise neuer Partner.

Beide Möglichkeiten stoßen jedoch in Zeiten gesättigter Märkte und knapper Ressourcen zunehmend an ihre Grenzen. Es gibt jedoch attraktive Alternativen zur Wachstumsförderung: Multi-Brand Franchisenehmer, oder Investoren-Franchising, welche meist mehr als nur eine Marke repräsentieren.

Eventuelle saisonale, bzw. branchenspezifische Schwankungen oder Risiken können leichter von diesen Franchisenehmern/ Investoren kompensiert werden. Allerdings besteht hier die Herausforderung, das Markenverständnis und die Begeisterung für die Marke in allen Ebenen des Unternehmens zu etablieren – vor allem – bis hin zu den Mitarbeitern, die vor Ort die Marke und das Produkt repräsentieren.
Franchisegeber, die mit Multibrand Franchisenehmern oder Investoren arbeiten, fokussieren ihr Geschäftsmodell auf zwei wesentliche strategische Gesichtspunkte:

Finanzierung und Investition:

– Investoren werden nur zu Geldgebern im System, wenn das Geschäftsmodell stimmt und ein attraktiver ROI gesichert ist.

– Der Betreiber beschäftigt eine bestimmte Anzahl an Mitarbeitern, die er täglich einsetzt, um Produkte mehrerer Marken zu verkaufen. Die Prüfung, ob alle Systemvorgaben eingehalten werden ist hier sehr wichtig, z.B. Zubereitung oder Kenntnis der Produkte. Zudem sollte der Franchisegeber Ausbildungsgrade festlegen, die im täglichen Betrieb gewährleistet werden müssen (höherer Schulungsaufwand).

– Bei Investorenmodellen sind die Personalkosten ein entscheidender Faktor, da diese meist höher sind (der Betreiber steht nicht selbst im Laden).

– Investitionspläne sind klar abzustimmen und langfristig zu planen, damit der Franchisenehmer nicht gleichzeitig mehrere Shops und Geschäfte remodeln muss, sondern die Investitionen dafür langfristig planen und auch bereitstellen kann.

– Zusätzlich sollte die Zentrale einen Steuerberater für alle Franchisenehmer bestimmen, um auf einheitliche Zahlen und BWAs zugreifen zu können, am Besten in einem Echtzeitsystem. Dies fördert die Vergleichbarkeit untereinander und zeigt Abweichungen frühzeitig an, damit ein Handlungsbedarf zeitnah festgestellt werden kann.

– Risiko ist, dass das eigene Systemwissen über den MultiBrand-Franchisenehmer auch für den von ihm vertretenen Mitbewerber verfügbar werden könnte.

Prozesse:

– Die Automatisierung von Prozessen steht stark im Vordergrund, um eine höhere Attraktivität und Rentabilität für Investoren zu bieten. Damit den Bedürfnissen an Rentabilität des investierten Kapitals Rechnung getragen wird, ist bei vielen Systemen eine Neuausrichtung oder Anpassung der Strukturen und Prozesse (betriebswirtschaftlich, technisch und organisatorisch) nötig. Somit stellt man sicher, dass sich der Investor / MultiBrand Franchisenehmer nicht in Details verliert, sondern den betriebswirtschaftlichen Überblick behält.

– Neben der operativen Führung bei Multi-Brand Franchisenehmern steht in Zukunft die Anleitung zum Ausbau eigener Organisationsstrukturen im Vordergrund.

– Um das unternehmerische Engagement und Expansion zu fördern, sollten regelmäßige Gespräche geführt und Zielvereinbarungen getroffen werden. Herausragende Leistungen sind zu gewürdigt, z.B. durch Awards und Verleihungen.

Sanifair findet seine Investoren über Onlinepräsenz und -werbung, auf Messen, über Anzeigenschaltungen, Empfehlungsbewerbungen und durch Verbände. Das Unternehmen wird im kommenden Jahr durch die Kraft starker Franchisepartner und der Marke expandieren.

Resümee: Grundsätzlich bestehen veränderte Anforderungen an die Systemstrukturen und ein höherer Anspruch an die unternehmerischen Fähigkeiten der Franchisenehmer, die nachhaltig zur Unternehmenskultur beitragen und Einfluss auf die Kommunikation nehmen.

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Franchisepartner von Joey’s: Hohe Motivation, Verantwortungsbewusstsein, Führungserfahrung und Durchhaltevermögen sind gefragt!

Im Interview erklärt Karsten Freigang, Geschäftsführer von Joey’s Pizza und XL-Host beim Franchise Matching Day die verschiedenen Franchisemodelle des Systems und stellt dar, wie das Unternehmen seine Franchisepartner bei der Standortsuche unterstützt.

Torben L. Brodersen: Für Franchisepartner bieten Sie zwei verschiedene Franchisevarianten an, Joey’s Delivery oder Joey’s Delivery mit PizzaBar. Bitte erklären Sie kurz diese beiden Geschäftsmodelle.

Karsten Freigang: Joey’s Stores mit PizzaBar verfügen über einen Gastraum, in dem die Kunden alternativ zur Lieferung ihre Bestellung direkt vor Ort am Tisch oder Tresen verzehren können. Dieses Angebot eignet sich besonders bei Stores an Standorten mit einem hohen Anteil an Laufkundschaft, beispielsweise in Innenstädten oder in Büronähe zur Mittagspausenzeit.
Joey’s Stores ohne PizzaBar sind reine Delivery-Standorte, die keine Möglichkeit zum Vor-
Ort-Verzehr bieten.

Torben L. Brodersen:
Unterstützen Sie angehende Franchisepartner bei der Standortsuche? Falls ja, wie?

Karsten Freigang: Die Joey’s Zentrale arbeitet eng mit den Franchisepartnern zusammen. In der Anfangsphase findet eine enge Begleitung und Beratung statt, um einen idealen Standort zu finden. Hierzu gehören Standortanalysen mit Auswertungen der Haushalte, Wege und Konkurrenz in einem potenziellen Liefergebiet, um gemeinsam zunächst die Stadt und in weiteren Schritten das Liefergebiet und die Immobilie auszuwählen. Auch die Einrichtung sowie die Gestaltung des Stores werden entsprechend der CI-Richtlinien gemeinsam entwickelt.

Torben L. Brodersen:
Gibt es bei Ihnen zurzeit bestehende Standorte, für die Sie Nachfolger suchen? Wenn ja, welche sind dies?

Karsten Freigang: Einige Joey’s Franchisepartner betreiben ihre Stores bereits seit Jahrzehnten sehr erfolgreich. Dementsprechend kommt es vor, dass Stores aus persönlichen oder aus
Altersgründen abgegeben werden. Grundsätzlich sind wir immer auf der Suche nach
motivierten Franchiseinteressenten, um neue Stores zu eröffnen und weiter zu wachsen.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über offene Verfahren keine Angabe machen möchten.

Torben L. Brodersen: Welche Voraussetzungen muss ein Franchisebewerber mitbringen, um bei Ihnen Franchisepartner zu werden?

Karsten Freigang:
Die Joey’s Franchisepartner sind selbstständige Unternehmer, die ihr Geschäft und ihre Mitarbeiter eigeninitiativ führen. Motivation, Führungserfahrung, Verantwortungsbewusstsein und Durchhaltevermögen sind essenzielle Eigenschaften, die ein Franchiseinteressent mitbringen sollte. Hinzu kommt ein routinierter Umgang mit Zahlen und IT-gestützten Steuerungselementen. Ideal ist ein Alter zwischen 25 und 45 Jahren, zudem werden
mindestens 30.000 Euro Eigenkapital benötigt.

Torben L. Brodersen: Beim Franchise Matching Day haben Franchise-Interessenten die Möglichkeit, direkt mit Ihrem Franchisesystem in Kontakt zu treten. Welche Vorteile bringt dies für beide Seiten?

Karsten Freigang: Der persönliche Kontakt zu unseren Franchisepartnern und neuen Interessenten ist uns sehr wichtig. Der Franchise Matching Day bietet eine Möglichkeit, sich kennenzulernen und unverbindlich zu informieren. Letztendlich spielt bei einer erfolgreichen Zusammenarbeit auch die Chemie eine Rolle.

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Die Selbstständigkeit ruft – beim 3. Franchise Matching Day in Köln!

Zum Auftakt der Gründerwoche Deutschland findet am Samstag, den 14. November 2015 von 10 bis 18 Uhr der 3. Franchise Matching Day im RheinEnergieSTADION in Köln statt. Diese Veranstaltung ist in Deutschland die einzige, die sich ausschließlich auf das Thema Franchising konzentriert! Unter www.franchise-matchingday.de erhalten Interessierte Informationen zu allen Ausstellern, zum Programm und können sich vorab online ihre persönlichen Gesprächstermine sowie ermäßigte Eintrittskarten sichern.

Gründungs- und Franchise-Interessenten haben beim Franchise Matching Day die Möglichkeit, die Geschäftsidee für ihre Selbstständigkeit zu finden.

Bei der vom Deutschen Franchise-Verband e.V. und der Agentur Cox Orange organisierten Veranstaltung lernen Sie Franchisesysteme aus unterschiedlichen Branchen kennen und können den Geschäftsführern direkt Ihre Fragen stellen. Mit dabei sind u.a. Bodystreet, Joey’s Pizza, KFC, McDonald’s, Schmidt Küchen und Town & County Haus.

Bei den Veranstaltungsformaten den „Living Pages®“ berichten Geschäftsführer an verschiedenen Round-tables von ihrem Weg zum Erfolg und im „World-Café“ durchleben Besucher den Weg zum Franchisenehmer an Thementischen. Experten informieren über Systemauswahl, Gründung/Recht, Finanzen bis hin zur Startphase.

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Michaela Fischer vom Deutschen Franchise-Verband e.V. (DFV) gerne unter 030-237890210 oder fischer@franchiseverband.com zur Verfügung.

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