Neuer Praxisleitfaden „Konfliktmanagement in Franchisesystemen“ vorgestellt

Der Ausschuss Qualität und Ethik des Deutschen Franchiseverbandes möchte der Franchisewirtschaft mit dem neuen Praxisleitfaden „Konfliktmanagement in Franchisesystemen“ Hilfestellungen geben, und zwar im Bereich des Erkennens von Konfliktpotenzialen, der Vermeidung von – insbesondere wiederkehrenden –  Konfliktsituationen und der Lösung von aufgetretenen Konflikten. Damit soll ein Beitrag zu einem systematisch ausgestalteten, bewussten und zielgerichteten Konfliktmanagement im einzelnen Franchisesystem geleistet werden. Die bei Einsatz eines durchdachten Konfliktmanagements eingesparten Ressourcen können stattdessen für ein gesundes Wachstum des Franchisesystems eingesetzt werden. Dieser neu erarbeitete Leitfaden wurde diese Woche bei Coppeneur, Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, in Bad Honnef vorgestellt.

Konflikte sind dynamische Prozesse. Unternehmenskultur und Organisationsabläufe in Franchisesystemen haben sich in den vergangenen 20 Jahren stark verändert, was sich zwangsläufig auch auf den Umgang mit Konflikten auswirkt. In der zunehmend stärker gewordenen arbeitsteiligen Franchisewirtschaft steigt bei einem Verständnis von Franchising als einem partnerschaftlichen Miteinander auf Augenhöhe auch der Kommunikationsbedarf. Ein verstärkter Kommunikationsbedarf wiederum birgt ein erhöhtes Konfliktpotenzial in sich.

Unterschwellig besteht hierfür ein Bewusstsein in Franchisesystemen, aber vielfach fehlt es an Methoden und Erfahrungen,

  • zunächst ein Konfliktpotenzial zu erkennen,
  • darauf basierend Konflikte zu vermeiden und
  • im Falle eines zu Tage getretenen Konflikts entsprechende Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und umzusetzen.

Was aber zeichnet die Meilensteine aus, die in den drei vorgenannten Feldern notwendige Ansätze zu den zu implementierenden Workflows in einem Franchisesystem abbilden?

Unterschiedliche Auffassungen, Auseinandersetzungen über Strategien und daraus resultierende Streitigkeiten bringen unterschiedliche Interessen Einzelner oder einzelner Gruppen und deren individuelle Einschätzung von realen Situationen zum Ausdruck. Dies birgt aber nicht nur Konfliktpotenzial in sich, sondern kann im Rahmen eines im System implementierten Konfliktmanagements zur Stärkung des Innovationspotenzials beitragen.

Deswegen sind die Differenzen zwischen den einzelnen Beteiligten eines Franchisesystems als einem sozialen Gebilde an sich nicht das Problem; sie sind vielmehr eine Notwendigkeit auf der Suche nach den besten Lösungen für eine erfolgreiche Zukunft eines jeden Franchisesystems.

Jedoch kann die Art und Weise des Umgangs mit auftretenden Differenzen, also die Wahl der eingesetzten Mittel der Konfliktbeteiligten zum Problem werden. So entsteht aus einer sachlich diskutierbaren Frage im schlechtesten Fall ein Konflikt, der nur noch im Gegeneinander und nicht mehr im Miteinander lösbar erscheint.

Hierzu will der Leitfaden „Konfliktmanagement in Franchisesystemen“ des Deutschen Franchiseverbandes Vermeidungsstrategien anbieten.

Für Mitglieder kann dieser exklusiv im Intranet abgerufen oder direkt bei Jan Schmelzle angefordert werden.

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