Gesetzentwurf zur Unzeit – es zeichnet sich für September die Konkretisierung der Altersvorsorgepflicht für Selbstständige ab

Bedingt durch die Coronakrise durchleben vor allem eine Vielzahl von kleinen und mittelständischen Unternehmen eine existenzbedrohende Phase. Umsätze sind in den vergangenen Monaten weggebrochen, Kunden ausgeblieben und selbst die staatlichen Fördergelder stellen sehr häufig nur einen „Tropfen auf den heißen Stein“ dar. Denn auch nach den Lockerungen stellt sich nur langsam eine Normalisierung des Geschäftsbetriebes ein – nicht selten werden etwa 30%-70% der Umsätze auf Vorjahresniveau „eingefahren“, wenn überhaupt. Das kompensiert natürlich in keinem Falle die Verluste des Lockdowns. Zumal viele Experten gerade für den Herbst eine Phase vorhersehen, in denen sich die Auswirkungen von Covid-19 mit voller Wucht unternehmerisch bemerkbar machen werden.

Gerade in dieser Zeit nun konkretisieren die Bundesregierung bzw. das Bundesarbeitsministerium ihre lang gehegten Pläne für eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige und planen für September einen entsprechenden Gesetzentwurf. Es ist eine Unzeit und lässt – Konjunkturprogramme hin oder her – jegliches Gespür für die aktuelle Situation im Mittelstand vermissen. Denn nicht nur Mehrbelastungen wären die Folge, sondern es drohen auch langwierige und schwierige Verfahren, insbesondere auch mit der Deutschen Rentenversicherung Bund.

So sehr wir auch in der Vergangenheit entsprechende Pläne (mit einer liberalen Auslegung, d.h. Anerkennung privater Altersvorsorgemöglichkeiten) unterstützt haben, umso vehementer wenden wir uns aktuell innerhalb einer Verbändeallianz an die Bundesregierung bzw. die Ministerien sowie die Fraktionsvorsitzenden, um auf die besonders prekäre Situation der mittelständischen Wirtschaft hinzuweisen und die Pläne der Gesetzesplanungen zu überdenken. Daher wurde diese Woche ein Schreiben versandt, welches hier abrufbar ist – Schreiben AV-Pflicht Altmaier (exemplarisch an Bundeswirtschaftsminister Altmaier).

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Missbräuchliche Abmahnungen werden erschwert – Gesetz zur Stärkung des fairen Wettbewerbs kommt

Missbräuchliche Abmahnungen, die nur dazu dienen Einnahmen zu generieren, werden künftig deutlich erschwert. Darauf haben sich nun die Koalitionsfraktionen geeinigt. Mit dem Gesetzentwurf zur Stärkung des fairen Wettbewerbs sollen insbesondere kleine Unternehmen und Online-Shops vor teils existenzgefährdenden Abmahngebühren und Vertragsstrafen bei Bagatellverstößen geschützt werden. Mit der Einigung kann das Gesetz nach der Sommerpause vom Deutschen Bundestag verabschiedet werden. Weiterlesen “Missbräuchliche Abmahnungen werden erschwert – Gesetz zur Stärkung des fairen Wettbewerbs kommt”

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FRANCHISEconnect: Die Sommerausgabe ist da!

Keep Smiling – so glückt der Neustart, das ist das Motto der aktuellen Ausgabe unseres Verbandsmagazins. Ein Schwerpunkt liegt hier auf der Franchise-Finanzierung auch in Krisenzeiten. Zu Wort kommen daher ausgewiesene Experten. Sie informieren über klassische Kreditmöglichkeiten, die Absicherung über Bürgschaften, Leasing als weitere Option und warum Private Equity und Crowdfunding auch im Franchising eine gute Option sind. Weiterlesen “FRANCHISEconnect: Die Sommerausgabe ist da!”

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Ab dem 10. Juli gilt es: Online Portale für Überbrückungshilfe starten

Kurzfakten zum Programmstart der Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen

Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen in Höhe von bis zu 24,6 Mrd. Euro. Auch wenn inzwischen viele der gesundheitspolitisch notwendigen Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wieder gelockert wurden, leiden zahlreiche Franchisesysteme immer noch unter erheblichen Umsatzeinbußen. Diese besonders hart von der aktuellen Krise betroffenen Unternehmen soll nun geholfen werden. Die Bundesregierung hat deshalb ein weiteres Hilfsprogramm in Höhe von 24,6 Mrd. Euro beschlossen. Wie bereits bei der „Soforthilfe für kleine Unternehmen und Soloselbständige“ geht es um unbürokratische und schnelle Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Im Folgenden wird der Prozess der Antragsstellung erklärt und dargestellt. Weiterlesen “Ab dem 10. Juli gilt es: Online Portale für Überbrückungshilfe starten”

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FKI: Positiver Blick in die Zukunft – trotz Corona-Blessuren

Zweimal im Jahr veröffentlicht der Deutsche Franchiseverband den FRANCHISE KLIMA INDEX (FKI), der die Stimmungslage innerhalb der Franchisewirtschaft abbildet und strukturelle Entwicklungen sichtbar macht. In Zahlen bedeutet dies: Hatte der FKI Anfang 2019 seinen bisherigen Höchstwert von 153 Prozent, zeigte er Ende des Jahres weiterhin positive 145 Prozent auf. Aktuell hat sich der FKI im Corona-dominierten 1. Halbjahr 2020 spürbar auf 122 Prozent abgesenkt. Damit bleibt der aktuelle FKI im abgeflachten Positivbereich. Weiterlesen “FKI: Positiver Blick in die Zukunft – trotz Corona-Blessuren”

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