Fünf Preise für die deutsche Franchisewirtschaft

Im Rahmen des Franchise-Forums 2016 verlieh der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) am Mittwochabend, den 11. Mai im Loewe Saal in Berlin zum vierten Mal in Folge Preise für die besten Franchisesysteme.

Die DFV-Awards gingen an Mitgliedsunternehmen, die 2015 außerordentliche Leistungen erzielt und die Franchisewirtschaft dadurch als Botschafter positiv beeinflusst und erfolgreich repräsentiert haben.

· DFV-Franchisesystem des Jahres wurde die Fitnesskette Bodystreet GmbH mit EMS-Training und einem überzeugendem Gesamtkonzept.
· Als bestes junges DFV-Franchisesystem der letzten fünf Jahre wurde die Seniorenbetreuung Home Instead GmbH & Co. KG ausgezeichnet.
· Der DFV-Franchise Marketing Award ging an Küche&Co GmbH für die Kampagne „Kochprofis-Küche“ mit dem TV-Koch Ole Plogstedt.
· Den DFV-Gründerpreis für Franchisenehmer erhielt der Franchisepartner Christian Müller von der Rainbow International Müller Schadenmanagement GmbH aus Lörrach.

Beim Green Franchise Award überzeugte die Schmidt Küchen GmbH & Co. KG die Jury mit ihrem nachhaltigen Unternehmenskonzept. Das Familienunternehmen aus Türkismühle punktete in diesem Jahr wie kein anderer Bewerber durch seine implementierte Nachhaltigkeits-Strategie, seine ökologischen, kulturellen und sozialen Maßnahmen und Erfolge sowie der glaubhaften und beispielhaften Zertifizierung seiner Managementprozesse in der Materialbeschaffung, der Fertigung und in der Endmontage.

Unterstützt wurde der Green Franchise Award von der Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH, die den Preis mit ins Leben gerufen hat sowie die DFV- Awards von den Sponsoren: Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V., der ETL Systeme AG, der GRENKE BANK AG und dem Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V.

Weitere Hintergründe zur Preisvergabe, zu den Gewinnern der DFV-Franchise Awards 2016 sowie zur Jury finden Sie auf der Website des DFV.

Dr. Jürgen Karsten (ETL Systeme AG), Preisträger Emma und Matthias H. Lehner (Gründer und Inhaber Bodystreet GmbH)
Dr. Jürgen Karsten (ETL Systeme AG), Preisträger Emma und Matthias H. Lehner (Gründer und Inhaber Bodystreet GmbH)

 

Andreas Müller, Katja Kleine und Jörg Veil (Home Instead GmbH & Co. KG)
Andreas Müller, Katja Kleine und Jörg Veil (Home Instead GmbH & Co. KG)

 

Nils Jacobsen, André Pape und Markus Tkocz (Küche&Co GmbH) und Dominic Möhrmann (GRENKE BANK AG)
Nils Jacobsen, André Pape und Markus Tkocz (Küche&Co GmbH) und Dominic Möhrmann (GRENKE BANK AG)

 

Stephan Jansen (Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V.), Preisträger Christian Müller un sein Sohn (Rainbow International Müller Schadenmanagement GmbH)
Stephan Jansen (Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V.), Preisträger Christian Müller un sein Sohn (Rainbow International Müller Schadenmanagement GmbH)

 

Roger Krog und Stéphane Bihler (Schmidt Küchen GmbH & Co. KG), Holger Blaufuß (McDonald’s Deutschland Inc. Zweigniederlassung München)
Roger Krog und Stéphane Bihler (Schmidt Küchen GmbH & Co. KG), Holger Blaufuß (McDonald’s Deutschland Inc. Zweigniederlassung München)
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Franchise-Forum 2016: Kai Enders wird neuer DFV-Präsident

Von Dienstag, den 10. bis Mittwoch, den 11. Mai fand mit dem Franchise-Forum die größte Veranstaltung der deutschen Franchisewirtschaft in Berlin statt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Forums mit circa 300 Besuchern stand die Wahl des neuen DFV-Präsidenten und des Vorstandes.

Mit 84 Prozent der Stimmen wurde Kai Enders (Mitglied des Vorstands – Franchise – Engel & Völkers AG) zum neuen Präsidenten des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. (DFV) gewählt und Matthias H. Lehner (Geschäftsführer und Gründer der Bodystreet GmbH) zum neuen Vizepräsidenten. Dr. h. c. Dieter Fröhlich (Inhaber der Musikschule Fröhlich) wurde nach 15 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als DFV-Präsident zum Ehrenpräsidenten ernannt. Der Schatzmeister Carsten Gerlach (Gründer Joey’s Pizza Service (Deutschland) GmbH) schied nach 17 Jahren erfolgreicher Arbeit aus dem DFV-Vorstand aus sowie Holger Blaufuß (Senior Manager Franchise McDonald’s Deutschland Inc. Zweigniederlassung München) nach 9 Jahren ehrenamtlichen Engagements im DFV-Vorstand und als DFV-Vizepräsident.

Zusätzlich in den neuen Vorstand wählten die Verbandsmitglieder Alexander Mehnert (Geschäftsführer TeeGschwendner GmbH), der die Nachfolge von Carsten Gerlach antritt sowie erneut Jürgen Dawo (Gründer und Geschäftsführer Town & Country Franchise International GmbH). Mit Anja Haverkamp (Leiterin Franchise NORDSEE Franchise GmbH) und Ute Petrenko (Network Development Director MBE Deutschland und Österreich – Mail Boxes Etc. – MBE Deutschland GmbH) komplettieren erstmals zwei Frauen den DFV-Vorstand.

Unter dem Motto „Ideen, die weiterbringen – Erfolgsgeschichten im Fokus“ hörten die Teilnehmer am ersten Tag spannende Best-Practice-Vorträge von Experten aus erfolgreichen Franchisesystemen. Mit dabei waren Anja Haverkamp, die zum Thema Gebiets-Franchising und zur neuen Positionierung bei der Nordsee Franchise GmbH sprach, Valerie Bönström (Mrs.Sporty GmbH), die erläuterte, wie man mit Kennzahlen Innovationspotenziale aufdeckt und Johannes Bühler, (HANS IM GLÜCK Franchise GmbH), der sein Erfolgsrezept für den Burgermarkt verriet. Der Mathematikprofessor und Querdenker Prof. Dr. Gunter Dueck begeisterte das Publikum am zweiten Tag mit völlig neuen Denkansätzen zum Thema Unternehmensentwicklung.

Nach erfolgreichem Start im letzten Jahr ging das Franchise-Barcamp, in die zweite Runde und die Teilnehmer gestalten die weitere Veranstaltung selbst. Sie diskutierten u.a. folgende Themen, die sie bewegten:

  • Innovation in Franchisesystemen
  • Prozessmanagement als Voraussetzung für die Digitalisierung
  • Online-Shops – Fluch oder Segen für Franchisesysteme sowie
  • Social Media und Vertriebschancen für Franchise.

Unterstützt wurde das Franchise-Forum 2016 von den Sponsoren salesforce.com Germany GmbH und der Renault Deutschland AG.

Neuer DFV-Vorstand
Neuer DFV-Vorstand
Neuer DFV-Präsident und Vizepräsident
Neuer DFV-Präsident und Vizepräsident
Ehrenpräsident Dr. h. c. Dieter Fröhlich
Ehrenpräsident Dr. h. c. Dieter Fröhlich
Auditorium Franchise-Forum
Auditorium Franchise-Forum
Prof. Dr. Gunter Dueck
Prof. Dr. Gunter Dueck
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Vom angestellten Manager aus der IT-Branche zum selbstständigen Unternehmer bei Rainbow International

Im Interview erzählt Matthias Krause über seine Selbstständigkeit als Franchisepartner und was diese für ihn bedeutet.

Torben L. Brodersen: Herr Krause, vor Ihrem Einstieg bei Rainbow International waren Sie für einen großen Konzern im IT-Bereich tätig. Was hat sich durch Ihren Jobwechsel alles für Sie geändert?

Matthias Krause: In erster Linie hat sich meine Motivation geändert und somit meine persönliche Zufriedenheit. Ich hatte zwar einen sicheren Posten mit einem guten Gehalt, fühlte mich aber im Konzern eher wie ein Rädchen im Getriebe – ohne große Entscheidungsfreiheiten. Bereits schon längere Zeit habe ich mich mit dem Gedanken getragen, mich selbstständig zu machen, um meine eigenen Entscheidungen treffen zu können.

Torben L. Brodersen: Wie kamen Sie auf Franchising und Rainbow International?

Matthias Krause: Da ich nicht mehr weiter im IT-Beriech arbeiten und in einer neuen Branche ohne Vorkenntnisse Fuß fassen wollte, schien mir Franchising eine gute Möglichkeit.

Mit einem Starken Partner an der Seite wird einem der Start von Anfang an erleichtert und man muss nicht bei null anfangen, sondern kann wichtiges Know-how übernehmen.

Besonders haben mich schon immer der Dienstleistungsbereich und das Handwerk interessiert und ich konnte mir dort eine Selbstständigkeit vorstellen.

Nach einer längeren Marktsondierung mit ausführlicher Internetrecherche bin ich im Sommer 2014 auf Rainbow International gestoßen. Ich führte intensive Gespräche mit der Franchisezentrale und einigen Partnern, die mich überzeugten, Franchisepartner zu werden.

Seit  Sommer 2015 bin ich mit großer Freude für das Gebiet Tübingen / Reutlingen / Böblingen / Rottenburg als Franchisepartner verantwortlich.

Torben L. Brodersen: Was bedeutet für Sie eine gelebte Franchisepartnerschaft und wie sieht diese bei Rainbow International aus?

Matthias Krause: Eine Franchisepartnerschaft bedeutet wie jede normale Partnerschaft gegenseitige Unterstützung, ein Geben und Nehmen.

Rainbow International unterstützt seine Franchisepartner vom ersten Tag an sehr gut. Von Anfang an wurde mir bei der Erstellung des Businessplans, bei Gesprächen mit der Bank, bei der Erstausstattung meines Betriebs, bei Lieferantenvorschlägen und der Vorbereitung auf den Geschäftsbetrieb tatkräftig von der Franchisezentrale geholfen. Und dies ist auch weiterhin der Fall. Die Franchisezentrale steht mir bei der Personalauswahl und in vielen anderen wichtigen Bereichen zur Seite, wie z.B. im Marketing oder bei der Kundengewinnung.

Torben L. Brodersen: Welche Bedeutung hat die zunehmende Digitalisierung bei der Gewinnung von Kunden und Mitarbeitern für Sie?

Matthias Krause: Sowohl Kunden als auch potenzielle Mitarbeiter sind heute immer stärker im Internet unterwegs. Als Dienstleister ist die eigene Website dabei elementar, um auf seine Leistungen an einem Standort aufmerksam zu machen und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Alle wichtigen Informationen sowie Stellenanzeigen sind bei uns deshalb übersichtlich auf einer Seite platziert.

Suchmaschinen, Social Media Kanäle, wie Facebook oder Xing, sind ebenfalls ein wichtiger und fester Bestandteil bei der Gewinnung neuer Kunden und Mitarbeiter.

Torben L. Brodersen: Bitte geben Sie künftigen Franchisenehmer-Interessenten noch fünf Praxistipps mit auf den Weg, die ihnen bei einer Gründung mit Franchise nützlich sein können.

Matthias Krause:

  1. Jeder angehende Franchisepartner sollte den Markt, in dem er sich selbstständig machen möchte, genau analysieren, mit allen Chancen und Risiken und vor allem mit Einbezug des eventuell bestehenden Wettbewerbs.
  2. Man sollte sich über seine eigenen Fähigkeiten und Potenziale genau bewusst werden. Wo liegen die jeweiligen Stärken und Schwächen und an welchen Stellen benötigt man Unterstützung?
  3. Vor Abschluss des Franchisevertrags sollte man mit bereits bestehenden Franchisepartnern sprechen, sich einen Eindruck vor Ort verschaffen, um somit die Aussagen des Franchisegebers verifizieren zu können.
  4. Für den Businessplan sollten Sie sich viel Zeit nehmen und diesen ausführlich ausarbeiten. Hierbei sollte auch ganz besonders auf Lücken und Fehlerquellen geachtet werden und darauf, Puffer für unvorhergesehene Investitionen einzuplanen. Vor allem sollten sich Gründer nach ihrem Start weiterhin am Businessplan orientieren.
  5. Gehen Sie keine Kompromisse bei der Personalauswahl ein und sparen Sie nicht an der falschen Stelle an den Kosten. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind wichtig für Ihren Geschäftserfolg!

 

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IFA Convention: Cresanti überrascht deutsch-österreichische Delegation

Die deutsch-österreichische Delegation war begeistert: „Wir haben von der ersten Sekunde an Offenheit erlebt und eine totale Bereitschaft zur Know-how-Teilung“, fasst Josef Graf, Vorstand der EFM Versicherungsmakler AG aus Graz, sein Debüt bei der Jahrestagung des amerikanischen Franchiseverbandes International Franchise Association (IFA) zusammen. Matthias Lehner, DFV-Vorstandsmitglied und Gründer von Bodystreet, fügt hinzu: “Franchising made in USA, steht für unglaubliche Erfolgsgeschichten, Franchise-Emotionen, Franchise-Rituale und Franchise-Authentizität. Der Besuch der IFA Convention ist neben dem Franchise-Forum ein Muss für alle Franchisegeber.”

Bereits zum dritten Mal nahm eine Delegation aus Deutschland an der IFA Jahrestagung – in diesem Jahr in Texas – teil, zum ersten Mal war auch Österreich vertreten. Ins Leben gerufen hatte die Delegation seinerzeit Franz-Josef Ebel, Managing Director Master Franchise Germany®, der auch in diesem Jahr ein hochkarätiges eintägiges Sonderprogramm für die Delegation zusammengestellt hatte.

Ihren Ohren nicht trauen konnten die 12 Teilnehmer, als Robert Cresanti, Präsident und CEO der IFA, der deutsch-österreichischen Delegation eine Stippvisite abstattete: Cresanti sprach nicht Englisch, sondern fließend Deutsch mit hessischem Dialekt. Cresanti ist in Wiesbaden geboren, hat deutsche Wurzeln und auch an der Universität Mainz studiert. Er ist seit September 2015 Chef der IFA und leitete vorher den Bereich „Government Relations and Public Policy“. Stationen unter anderem bei SAP America und als Staatssekretär für Technology und Datenschutz im Handelsministerium in Washington zieren seinen Lebenslauf. Aus erster Hand erhielt die deutsch-österreichische Delegation von ihm Einblicke in die amerikanische und internationale Franchise-Szene.

Erstmals war auch ein deutscher Franchisenehmer mit von der Partie: Nils Kopp, Multi-Unit-Franchise-Partner bei Bodystreet fasste seine Eindrücke mit einem Zitat von Walter Bond zusammen: “Every system needs habits and rituals and if you have them you need to drill and execute.” Dagmar Waldzus, Franchise-Rechtsanwältin bei Buse Heberer Fromm in Hamburg, gibt folgenden Rat: „Man kann nur jedem, der irgendetwas mit Franchising zu tun hat, empfehlen, einmal die IFA Convention zu besuchen und den Spirit und die Begeisterung aufzusaugen, um dann zumindest etwas davon in “unsere Welt” hinüberzuretten.“ Martin Petzsche, Studienleiter Franchise-Campus, war bereits zum dritten Mal dabei. Sein Fazit: „Die Angebote an spezifischen Informationen, der persönliche Austausch und die Netzwerkkontakte sind überwältigend und für meine Arbeit sehr wertvoll.“

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Verfasser: Franz-Josef Ebel, Managing Director Master Franchise Germany®

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Immer stärker im Fokus: strukturierte Prozesse für Unternehmensnachfolgen in Franchisesystemen

In zahlreichen Franchisesystemen steht die Suche nach Nachfolgern für ausscheidende Franchisepartner ganz oben auf der Tagesordnung. Vor allem jedoch braucht es noch stärker strukturierte und professionelle Abläufe, um die Betriebsübergabe von einem Franchisepartner auf den nächsten zu organisieren. Dieses ist die wesentliche Erkenntnis aus dem ersten Round-table des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. (DFV), welcher sich mit dem Themenkomplex der Unternehmensnachfolge beschäftigte. Darüber hinaus wurden folgende Punkte erörtert:

  • Es ist wichtig, dass sich Franchisepartner und Franchisegeber so frühzeitig wie möglich über die Nachfolge unterhalten und einen verbindlichen Fahrplan entwickeln. Optimalerweise werden ohnehin während der Vertragspartnerschaft regelmäßige Gespräche zur Ausgestaltung zukünftiger Zusammenarbeit geführt, in die auch dieses Thema einfließen kann.
  • Die Festlegung des Unternehmenswertes muss immer einheitlich und für alle Beteiligten nachvollziehbar erfolgen, wobei auf Branchenunterschiede o.ä. zu achten ist. Es ist sinnvoll, dass Franchisepartner auch schon regelmäßig vor ihrem Ausscheiden (während der Vertragslaufzeit) den Wert ihres Unternehmens kennen.
  • Kunden- sowie Mitarbeiterzufriedenheit können ebenfalls sehr wohl Bestandteil des Unternehmenswertes sein.
  • Ein vorher festgelegter und standardisierter Übergabeprozess selbst kann sehr gut von einem externen und neutralen Berater moderiert werden.
  • Parallel läuft der „normale Akquise-Prozess“ für den übernehmenden Franchisepartner. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass der Nachfolge- bzw. Übergabeprozess als aufwändiger betrachtet wird als der Prozess der Gewinnung des neuen Partners.

Mit diesen Erkenntnissen wird sich eine Projektgruppe des DFV in den nächsten Monaten noch näher befassen. Geplant ist, dass der DFV später für seine Mitglieder einen Leitfaden und Checklisten für die professionelle Gestaltung des Nachfolgeprozesses bei Franchisenehmern an die Hand gibt.

RT Isotec

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Franchise-Sprechtag am 02.03. in der DFV-Geschäftsstelle in Berlin

Am Dienstag, den 02. März 2016 veranstaltet der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) von 10 bis 16 Uhr einen Sprechtag in der Geschäftsstelle in Berlin.

Michaela Fischer, Leiterin der Franchisegeber-/nehmer-Beratung des DFV, steht interessierten Franchisegebern und -nehmern an diesem Tag für eine individuelle 45-minütige Beratung zur Verfügung.

Falls Sie sich für das Thema Franchising interessieren oder bereits eine Selbstständigkeit mit Franchise anstreben und erste Fragen zu diesem Thema haben, melden Sie sich zu einem Einzelgespräch beim DFV an.

Unter anderem werden auch Fragen zu folgenden Punkten beantwortet:

  • Voraussetzungen für eine Franchisepartnerschaft und Auswahl eines geeigneten Franchisesystems/ -partners
  • Franchisevertrag
  • Finanzierung eines Franchisebetriebs bzw. eines -systems
  • Aufbau eines Franchisesystems/-betriebs
  • Unterstützung durch den Deutschen Franchise-Verband e.V.

Frau Denise Hockarth nimmt Anmeldungen unter Tel: 030-2789020 oder unter: hockarth@franchiseverband.com entgegen.

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Zeitenwende Digitalisierung – Aus Chancen Erfolge im Franchising machen!

Am Mittwoch, den 17. Februar 2016 fand in Bonn die Jubiläumsfeier des Deutschen Franchise-Instituts (DFI) anlässlich seines 25 jährigen Bestehens statt. Diese wurde mit einer Auftaktveranstaltung zum Thema Digitalisierung begangen.

Hierbei standen die Herausforderungen, Strategien & Handlungsansätze für Franchisesysteme im Zuge der Digitalisierung im Vordergrund.

Die Teilnehmer hörten spannende Vorträge zu folgenden wichtigen Aspekten der digitalen Transformation:

  • Auswirkungen des digitalen Wandels auf Franchisesysteme
  • Entwicklungen und Trends im Online-Marketing
  • Vertrieb und Markenpositionierung „Online“ und „Stationär“ im erfolgreichen Einklang
  • Rechtliche Ausgestaltung digitaler Trends im Franchising
  • Digitale Kommunikation zwischen Franchisegeber, -nehmer und den Kunden
  • Strategien für die Trends der Zukunft

und diskutierten diese anschließend angeregt mit den vortragenden Experten von Google, dem IFH Institut für Handelsforschung, BabyOne, Vapiano, Gecco sowie von SCHLARMANNvonGEYSO.

„Für Franchisesysteme geht es jetzt darum, sich der Herausforderungen des umfassenden digitalen Wandels bewusst zu werden und sich optimal dafür zu rüsten, um mit ihren Geschäftsmodellen und Produkten zukunftsfähig zu bleiben.

Bei diesem Prozess möchten wir die Unternehmen kontinuierlich und professionell mit unserem Seminarangebot unterstützen. Neben dieser ersten Veranstaltung werden in diesem Jahr noch weitere folgen. Zusätzlich wird sich der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) der Digitalisierung in einem gesonderten Ausschuss widmen, um die Transformation von Franchisesystemen in das digitale Zeitalter zu begleiten und vor allem voranzutreiben“, erklärt DFI-Geschäftsführer Torben L. Brodersen.

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Franchisenehmer-Erfolgsgeschichte: Vom Franchise Matching Day 2014 zum global office-Franchisepartner 2015

Im heutigen Interview erzählt global office-Franchisepartner Torsten Röcher aus Köln wie er zu seinem Franchisesystem kam und was Franchise für ihn bedeutet.

Torben L. Brodersen: Sie sind seit 2015 Franchisepartner von global office. Beim Franchise Matching Day 2014 sind Sie mit dem System in Kontakt gekommen. Hatten Sie schon vorab vor sich in diesem Bereich selbstständig zu machen oder hat sich der Kontakt zu global office erst beim Franchise Matching Day ergeben und Sie überzeugt?

Torsten Röcher: Ende 2014 befand ich mich in einer Phase der beruflichen Neuausrichtung und habe unterschiedliche Optionen verfolgt. Selbstständigkeit spielte hierbei grundsätzlich eine Rolle, Franchise und global office zunächst noch nicht.

Den Franchise Matching Day habe ich über einen Newsletter entdeckt, global office selbst über die Ausstellerliste. Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt! Nach einem ersten telefonischen Kontakt war mir schnell klar, dass sich ein persönliches Gespräch mit den Mitarbeiterinnen von global office auf der Veranstaltung nicht nur lohnt, sondern auch eine große Chance bietet.

Dem sympathischen Erstkontakt in Köln folgte sehr schnell ein weiterführendes Gespräch in der Systemzentrale in Montabaur. Spätestens danach hat mich global office überzeugt.

Torben L. Brodersen: Waren Sie vorher auch schon beruflich selbstständig oder im Angestelltenverhältnis tätig? Wenn ja, wo liegt hierbei für Sie der Unterschied.

Torsten Röcher: Ich bin nach meiner Ausbildung zum Bankkaufmann stets im Angestelltenverhältnis tätig gewesen und habe berufsbegleitend studiert. Der Wunsch nach einer selbstständigen Tätigkeit wuchs im Laufe der Jahre zwar stetig an, doch mit der Gründung einer Bank ist es eben nicht so einfach. Für andere Optionen fehlten mir damals der Mut und die richtige Idee. Beides kam 2014.

Wo liegt der Unterschied der Selbstständigkeit? Im Wesentlichen in der Tatsache, gestalten und bewegen zu können. Mich selbst zu führen, für mich selbst und meine Mitarbeiter verantwortlich zu sein. Die Entscheidungen, die ich treffe, betreffen mich und mein Business. Verantwortung habe ich auch früher übernommen, doch nie vollumfassend – von der Akquisition über Marketing bis zur Buchhaltung und Personal. Und alles für ein Ziel: Den Aufbau und Erfolg meines Unternehmens.

Torben L. Brodersen: Warum haben Sie sich für ein Franchisesystem entschieden?

Torsten Röcher: Auch hier gilt wieder: Das richtige Konzept zum richtigen Zeitpunkt! Ich hatte zwar viele eigene Ideen, hätte aber auch viel in deren Umsetzung investieren müssen. Und wäre zunächst als Einzelkämpfer unterwegs. Das Geschäftskonzept von global office ist nahe an meinem bisherigen beruflichen Background und bietet mit neuen, innovativen Ansätzen hohes Marktpotenzial. Warum also bei null anfangen, wenn es bereits erprobte und erfolgreiche Geschäftsmodelle gibt? Und im Franchising kommen Rahmen und Team gleich mit. Gerade der Austausch mit anderen Partnern und die gemeinsame Bearbeitung des Marktes sind wertvolle Vorteile gegenüber einer klassischen Selbstständigkeit.

Torben L. Brodersen: Wie erleichtern Sie mit Ihren Services Ihren Kunden die Arbeit und welche Rolle spielt die Digitalisierung dabei?

Torsten Röcher: Wir sorgen stets für den richtigen Kontakt zum Kunden! Als Premium-Dienstleister für Kundendialog und Kommunikations-Outsourcing bieten wir maßgeschneiderte Kommunikationslösungen. Wir kümmern uns um das Telefon unserer Kunden:

Inbound bieten wir unseren Kunden permanente telefonische Unterstützung auf Abruf, zum Beispiel zu Spitzenzeiten (Überlauf) oder außerhalb der Geschäftszeiten. Top Erreichbarkeit, hohe Prozesstiefe bei der Bearbeitung und die Betreuung vor Ort zeichnen uns aus.

Outbound unterstützen wir Unternehmen mit persönlichen Telefon-Kampagnen bei Vertrieb, Terminierung und Akquisition. Wir generieren Leads, Termine und befragen Kunden.

Wir bewegen uns mit unserem Telefonservice ja eigentlich eher auf analogem Niveau. Dennoch spielt bei zunehmender Digitalisierung das Telefon in den meisten Fällen noch eine entscheidende Rolle bei der Kommunikation. Bis zu 70% der Kunden wollen noch den persönlichen Kontakt. Ob Online-Shop, Buchungsportal oder Softwarehersteller: Wer digital unterwegs ist, muss den analogen Kanal Telefon bereithalten. Auch der beste 1st-Level-Support, die beste Bestellannahme funktioniert nur dann, wenn der Kunde auch einen Ansprechpartner erreicht. Und für die Kunden, die lieber Live-Chat nutzen möchten, haben wir auch bald eine Unterstützung im Angebot.

Torben L. Brodersen: Abschließend möchten wir Sie noch um fünf Praxistipps für angehende Franchisepartner bitten.

Torsten Röcher: Es gibt natürlich grundlegende Tipps für angehende Franchisepartner. Die hat vermutlich jeder Gründer bereits in seinem Businessplan und Kreditantrag berücksichtigt.

  • Prüft sowohl Konzept als auch Franchisegeber auf Herz und Nieren.
  • Schaut Euch das Business genau an und holt Euch Feedback von Freunden, Bekannten und Familie, ob dies wirklich zu Euch passt!
  • Schaut Euch die handelnden Personen beim Franchisegeber an.
  • Sucht Euch passende Berater, die Euch bei der Gründung und Partnerschaft unterstützen.
  • Fragt bestehende Franchisepartner nach ihren Erfahrungen und der ungeschminkten Wahrheit.

Aus meiner Erfahrung heraus kommen die großen Herausforderungen erst nach der Gründung. Hier möchte ich gerne eigene Erfahrungen nutzen und diese Tipps geben:

  • Nutzt und pflegt Eure Netzwerke! Aber bitte nicht erst dann, wenn ihr eigentlich davon profitieren wollt. Neben den unverzichtbaren sozialen Netzwerken zählen aber gerade reale Netzwerke, zum Beispiel Organisationen und Vereine. Jede Tätigkeit ist people´s business!
  • Zeigt Euch! Nur wer gefunden wird, macht auch Geschäft. Ein guter Außenauftritt, eine tolle „Fassade“ ist häufig mit der Franchiselizenz verbunden. Doch hiermit alleine ist es nicht getan. Der Inhalt zählt. Sowohl erweiterte Aktivitäten wie Facebook, Bloggen, Twitter und XING als auch Eure Person sind entscheidend. Präsentiert Euch, macht auf Euch aufmerksam, zeigt Euer Gesicht. Eure Kunden kaufen Euch und nicht das Produkt.
  • Lasst Euch Zeit! Nichts ist gefährlicher, gar schädlicher für einen angehenden Unternehmer als der Druck, erfolgreich sein zu müssen. Wachstum entwickelt sich und braucht Zeit. Je knapper diese bemessen wird (denn das steuert ihr ja selbst), desto verkrampfter und fokussierter werdet ihr. Und mit dem Teleobjektiv sieht man zwar das Ziel besser, verliert aber viele andere aus dem Bild. Besser ist da der Weitwinkel.
  • Sorgt für den Anfang vor! Wachstum muss auch finanziert werden. Selten sprudeln die Umsätze von Anfang an. Im Gegenteil: Häufig ist der Start in die Selbstständigkeit mit hohen Investitionen und Ausgaben verbunden. Schafft von Anfang an die nötigen Reserven, um Euer Leben finanzieren zu können. Das gibt es nämlich neben der Selbstständigkeit auch noch.
  • Glaubt an Euch! Wer den Erfolg will, bekommt ihn. Konzentriert Euch auf Eure Stärken, auf Euer Business. Gebt Vollgas bei dem, was ihr tut, aber fahrt trotzdem vorsichtig und nach Navi (Eurem Businessplan). Wer zu viele Dinge gleichzeitig anpackt, verzettelt sich schnell und verliert den Fokus. Übt und holt Euch immer wieder Feedback von anderen Unternehmern, Partnern und Kunden, um besser zu werden. Ihr werdet auch Durststrecken haben und Euch das ein oder andere Mal fragen, ob Eure Entscheidung richtig war. Gerade hierbei hilft Euch das Feedback aus einem möglichen Tal heraus. Und dann kommt der Erfolg!

 

Torsten Röcher  global_office_logo_Farbe_300dpi

 

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Franchise: Neue Perspektiven für wechselwillige Angestellte

Franchise-Systeme verzeichneten 2015 ein moderates Wachstum. Größtes Potenzial für neue Franchise-Partner bietet der Arbeitsmarkt mit seinen über vier Millionen wechselwilligen Fachkräften. Für sie kann eine Franchise-Partnerschaft vollkommen neue Karriereperspektiven schaffen.

Die bundesweit rund 950 Franchise-Systeme sind im Jahr 2015 auf rund 117.700 Franchise-Partner (+ 1,3 Prozent) gewachsen, so der Bonner Mediendienst forum franchise und systeme in Kooperation mit dem Deutschen Franchise-Verband e.V. (DFV), Berlin. Die Zahl der Franchise-Betriebe ist um 1,7 Prozent auf über 156.600 Betriebe gewachsen. Insgesamt beschäftigen diese über 686.000 Mitarbeiter (+ 1,3 Prozent).

2015 verzeichnete die Franchise-Wirtschaft wie auch im Vorjahr ein moderates Wachstum. Aktuelle Auswertungen des DFV haben ergeben, dass 37 Prozent der Systeme ihre Ziele in Bezug auf die Gewinnung neuer Franchise-Partner erreicht haben. Laut Franchise-Monitor betrug das Wachstum durchschnittlich 1,6 Franchise-Partner pro System (netto).

Der Systemumsatz stieg im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent auf 99,2 Mrd. Euro. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die positive Entwicklung bestehender Franchise-Partner, deren Umsätze durchschnittlich um 2,6 Prozent zulegten. Auf das neue Jahr blicken die Franchise-Geber zuversichtlich und rechnen damit, dass das Wachstum wieder anzieht.

Franchise ermöglicht Quereinstieg

Größtes Potenzial, neue Franchise-Partner zu gewinnen, bieten Fachkräfte, die eine neue berufliche Herausforderung suchen. Branchenstudien zufolge trifft das auf jährlich über 4 Millionen Angestellte zu. „Viele Franchise-Systeme haben sich bisher vorwiegend auf Führungskräfte konzentriert, von denen jährlich etwa 500.000 ihren Job wechseln. Die eigentliche Zielgruppe der Fachkräfte wird heute noch nicht gezielt angesprochen“, so forum-Chef Felix Peckert, einer der führenden Unternehmensberater im Franchise. Gerade für Facharbeiter bietet Franchise jedoch eine völlig neue berufliche Perspektive. Neben einem höheren Einkommen könnten auch die weit verbreiteten Wünsche nach mehr Anerkennung und besseren Karriereperspektiven erfüllt werden. „Bisher haben Fachkräfte Franchise als Karriereoption nicht präsent“, so Peckert. Neben Engagement und kaufmännischem Verständnis benötigten sie vor allem den Willen, eigenverantwortlich zu handeln. Spezifische Branchenkenntnisse werden von den meisten Franchise-Systemen nicht verlangt. Das erforderliche Know-how erhalten Franchise-Partner vom Systemgeber.

Nachfolge antreten

Neben der Eröffnung neuer Betriebe bieten viele Franchise-Systeme auch die Möglichkeit, bereits etablierte Betriebe zu übernehmen. Etwa jedes zweite Franchise-System ist länger als zehn Jahre am Markt – mit entsprechend langjährigen Franchise-Partnerschaften. „Wie überall im Mittelstand ist die Unternehmensnachfolge auch für die Franchise-Wirtschaft ein zentrales Thema“, sagt Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer des DFV. „Für Gründer, aber auch für bestehende Unternehmer ergeben sich dadurch attraktive Chancen.“ Nicht zuletzt könnten sie ihre Entscheidung für einen Standort auf Basis von Echtzahlen treffen und damit das eigene Erfolgspotenzial besser abschätzen.

Dienstleistungssektor vorne

Die Investition in einen Franchise-Betrieb beträgt durchschnittlich rund 50.000 Euro. Abhängig vom Unternehmenskonzept, der Standortgröße und den jeweiligen Vorlaufkosten liegt sie bei einigen Franchise-Systemen auch über 200.000 Euro. Etwa 25.000 bis 75.000 Euro werden als Eigenkapital verlangt.

Ob Fitnessstudio, Hausbau oder Gastronomie – Franchise-Konzepte gibt es in allen Branchen. An der Spitze steht unverändert der Dienstleistungsbereich mit 39 Prozent. Fast ein Drittel der Systeme (31 Prozent) fallen auf den Handel. Es folgen die Gastronomie-, Touristik-, und Freizeit-Anbieter mit einem Anteil von 20 Prozent sowie der Bereich Handwerk, Bau und Sanierung mit 10 Prozent.

Franchise_Ueberblick2015

Einen Überblick über weitere Grafiken erhalten Sie auf der DFV-Website.

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Bewerbungsstart für die DFV-Franchise Awards 2016

Der Wettbewerb für die Franchise Awards des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. (DFV) startet heute. Bis Montag, den 14. März 2016 haben deutschsprachige Franchisesysteme die Möglichkeit, sich online in folgenden Kategorien zu bewerben:

Mit den DFV-Awards werden seit 2014 Mitgliedsunternehmen-Unternehmen des Verbandes ausgezeichnet, die außerordentliche Leistungen erzielen und die Franchisewirtschaft dadurch als Botschafter positiv beeinflussen und erfolgreich repräsentieren.

An der Ausschreibung des

können zusätzlich zu den DFV-Mitgliedsunternehmen auch Franchisesysteme aus der gesamten Franchisewirtschaft teilnehmen, unabhängig von einer DFV-Mitgliedschaft. Mit diesem Preis werden bereits zum vierten Mal Franchisesysteme geehrt, die in den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Kultur und/oder Soziales vorbildlich aufgestellt sind und langfristig nachhaltig agieren.

Eine hochkarätige Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik wird im Frühjahr 2016 die Preisträger auswählen. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, den 11. Mai im Rahmen der Abendgala des Franchise-Forums 2016 in Berlin statt.

 

DFV-Banner-Awards-2016

 

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