Das Wichtigste ist, das angebotene Produkt bzw. Franchisesystem zu lieben und zu verinnerlichen! Oliver J. Lehwald, Franchisenehmer bei Häagen-Dazs im Interview.

Vom Mitarbeiter zum erfolgreichen Franchisenehmer bei Häagen-Dazs: Oliver J. Lehwald
Ein Interview mit dem Berliner Unternehmer Oliver J. Lehwald (44), der gemeinsam mit seiner Frau seit Oktober 1999 insgesamt 3 Häagen-Dazs Shops leitet.

Torben L. Brodersen: Weshalb sind Sie Franchisenehmer von Häagen-Dazs geworden?

Oliver J. Lehwald: Von Anfang an hat mich die hervorragende Qualität der Premium-Eismarke fasziniert. Häagen-Dazs ist weltweit gefragt und besitzt ein ausgezeichnetes Image. Damit entspricht die Marke meinem eigenen Qualitätsanspruch. Ich wollte ein zukunftssicheres Unternehmenskonzept in einem gehobenen Marktumfeld. Das bietet mir das Franchise-Konzept von Häagen-Dazs. Hinzu kommt eine sehr persönliche und individuelle Betreuung durch die Mitarbeiter der Franchise-Zentrale.

Torben L. Brodersen: Was sind für Sie heute die größten Herausforderungen und wie bewältigen Sie diese?

Oliver J. Lehwald: Jeden Tag – Sommer wie Winter – das eigene Team zu begeistern und zu motivieren. Nur so schaffen wir es, unseren Gästen das besondere Genuss-Erlebnis zu verschaffen. Unser Qualitätsanspruch endet nicht beim Produkt. Vor allem in den Shops achten wir auf stilvolles Ambiente und versuchen den Gästen in allem das Beste zu bieten, um den besonderen Moment „vorzuleben“. Zudem schulen wir unsere Mitarbeiter mit speziellen Trainings und vermitteln eine positive Ausstrahlung.

Torben L. Brodersen: Was ist für Sie das Besondere am Franchisesystem Häagen-Dazs?

Oliver J. Lehwald: Dem Franchisegeber geht es nicht um eine maximale Penetration der Filialen, sondern die Auswahl der neuen Franchisepartner und Standorte erfolgt nach hochklassigen Kriterien. Häagen-Dazs bietet verlässliche Vertragsbedingungen bei gleichzeitiger Flexibilität und Franchisenehmerorientierung in herausfordernden Situationen. Darüber hinaus haben wir eine professionelle und reibungslose Abwicklung des Bestell- und Lieferprozesses der Häagen-Dazs Produkte.

Torben L. Brodersen: Welche Erfahrungen als Franchisenehmer und erfolgreicher Gastronom haben Sie beruflich am meisten geprägt und in Ihrer Entwicklung weitergebracht?

Oliver J. Lehwald: Selbstverständlich gab es bei allem Erfolg seit 1999 auch schwierige Momente, wie z.B. der Teilrückbau der Ladenfläche aufgrund politischer Willkür und damit verbundenen deutlichen Umsatzeinbußen. Wer sich mit seinem Team solchen, teilweise existenzbedrohenden Problemen stellt, weiß positive Ereignisse umso mehr zu schätzen und zu fördern.

Torben L. Brodersen: Was sollte jemand unbedingt beachten und beherzigen, wenn er sich für den Einstieg in ein Franchisesystem entscheidet?

Oliver J. Lehwald: Das Wichtigste ist, das angebotene Produkt bzw. Franchisesystem zu lieben und zu verinnerlichen! Wenn möglich, sollte man mehrere Filialen des Franchisegebers besuchen und sich ein genaues Bild der spezifischen Situation vor Ort machen. Die Gäste bei ihren Einkäufen beobachten und auch befragen. Entweder ein Produkt/ eine Marke / ein Unternehmen passt perfekt zu mir und ich bin bereit, mich dafür zu engagieren oder ich lasse es lieber.

Torben L. Brodersen: Welche Voraussetzungen muss ein Franchisenehmer bei Häagen-Dazs erfüllen?

Oliver J. Lehwald: Neben den finanziellen Voraussetzungen ist der ideale Standort in einer 1A-Lage mit hoher Frequenz entscheidend. Auch der eigene Wille, zunächst operativ die Zügel selbst fest in die Hand zu nehmen, ist essentiell. Saisonale Schwankungen muss man produktbedingt akzeptieren.

Torben L. Brodersen: Warum ist gerade Franchise für Existenzgründer attraktiv?

Oliver J. Lehwald: Idealerweise bietet die vorhandene Expertise des Franchisegebers die beste Voraussetzung, unternehmerischen Erfolg zu kopieren, ohne selbst Märkte erschließen zu müssen und Unsummen für Marketing auszugeben. Investitionen lassen sich vorab sehr genau berechnen und notwendige Finanzierungen lassen sich mit einer starken und verlässlichen Marke besser bei Banken verhandeln und durchsetzen.

Torben L. Brodersen: Welche Faktoren haben Sie und das Franchisekonzept Häagen-Dazs bisher erfolgreich gemacht?

Oliver J. Lehwald: Für mich ist das vor allem die unschlagbar gute Eiscreme. Ein weiterer Erfolgsfaktor von Häagen-Dazs ist das konsequente Einhalten der Premium-Strategie in allen Bereichen. Unabhängig vom Wettbewerb und kurzfristigen Trends wird dies durch die Markenverantwortlichen bei Häagen-Dazs kompromisslos verfolgt. Wenn neue Dinge nicht funktionieren, wird daran nicht zu lange festgehalten. Gleichzeitig werden immer Neuerungen gesucht, um neue Segmente zu erschließen und um mit innovativen Produkten auch außerhalb der Hauptsaison erfolgreich zu sein.

Torben L. Brodersen: Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Oliver J. Lehwald: Noch viele Jahre gemeinsam mit Häagen-Dazs erfolgreich und partnerschaftlich zu agieren und vielleicht 2 – 3 weitere Shops zu eröffnen.

Torben L. Brodersen: Abschließend: Welches ist Ihr Lieblingseis?

Oliver J. Lehwald: Ohne Frage Cookies & Cream, unser absoluter Klassiker. Ansonsten einfach jede Sorte, allerdings zur jeweiligen Genussstimmung passend.
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DFV Interview Serie: Von Anfang an in den regionale Netzwerken engagieren und austauschen!

Klaus Fraweley ist Franchisepartner von TeeGschwendner mit Filialen in Göttingen und Kassel, Mitglied des Franchise-Beirats und in unserer Interview Serie der heutige Gesprächspartner von Torben L. Brodersen.

Torben L. Brodersen: Sie sind erfolgreicher Unternehmer, betreiben Geschäfte in zwei verschiedenen Städten und engagieren sich darüber hinaus auch noch im Franchise-Beirat von TeeGschwendner. Warum können Sie sich so für das TeeGschwendner Konzept begeistern?

Klaus Frawley: Es ist zum einem die Faszination die von unserem Produkt ausgeht, die mich vom Anfang an begeistert hat. Der lose Tee mit seiner ganzen Bandbreite an wundervollen Produkten gepaart mit den unterschiedlichen Teekulturen überall auf der Welt hat eine gewaltige Anziehungskraft! Ich lerne immer wieder neue Teesorten kennen und durch unsere Reisen in den Ursprung auch immer wieder neue Techniken der Teeverarbeitung und sogar der Teezubereitung!
Es ist dieser konstante Lernprozess, der das Thema „Tee“ so spannend macht. Und wenn man sich dann noch der philosophischen Seite des Tees zuwendet, reicht ein Menschenleben nicht aus um diese schöne Pflanze in seiner Fülle kennenzulernen!

Zum anderen ist da natürlich die besondere Firmenphilosophie der Firma TeeGschwendner! Wir haben hier eine Firma die den Spannungsbogen der „Teetradition“ hält, sich aber auch den Herausforderungen des Marktes mit seinen rasanten Veränderungen stellt!
TeeGschwendner hat es in seiner über 30 Jährigen Tradition geschafft, sich immer auch neu zu erfinden, ohne seine DNA zu verlieren. Es ist diese Bereitschaft der konstanten Erneuerung des Marktauftrittes aber auch des 100% Franchisekonzeptes die diese Firma so einzigartig macht.
Die Firmengründer haben es sich aber auch immer zur Aufgabe gemacht die besondere Kundenorientierung und Servicebereitschaft in den Mittelpunkt der Fa. TeeGschwendner zu stellen. Die hohe Servicequalität gehört für alle TeeGschwendner-Franchisepartner und Ihren Mitarbeitern zum Firmen-Selbstverständnisses und sind (wie man es heute zu Tage leider im Einzelhandel erlebt) nicht bloß leere Worthülsen. Dabei gehen wir auch oft über betriebswirtschaftliches Vernunftsdenken hinaus, nur um den Kunden glücklich zu machen.

Torben L. Brodersen: Oft wird über die Finanzierungsmöglichkeiten für Existenzgründern gesprochen, aber auch Multi-Unit Franchising ist ein hochaktuelles Thema.
Wie sind Sie bei der Finanzierung ihrer zweiten Filiale vorgegangen und unterschied sich das Vorgehen hier von ihrer ersten Gründung?

Klaus Frawley: Für die Start-Up Finanzierung haben wir uns für eine Misch-Finanzierung aus Kfw-Darlehen und einen Ergänzungs-Kredit unserer Hausbank entschieden. Wir hatten das Glück, dass uns unsere Hausbank bei der Kfw-Finanzierung sehr unterstützt hat. Das war damals nicht ganz selbstverständlich. Zusätzlich hat uns unserer Franchise-Geber bei der Errechnung unseres Kapitalbedarfs und bei der Erstellung eines Business-Plans sehr geholfen.
Bei der Finanzierung unsere Filiale in Göttingen haben wir einen Teil des Kapitalbedarfs (ca. ¾) über einen Kredit unserer Hausbank und den Rest über Eigenkapital gedeckelt. Bei beiden Finanzierungs-Modellen war uns wichtig, immer eine gewisse Liquiditäts-Schwelle nicht zu unterschreiten.

Torben L. Brodersen: Welche Aufgaben übernimmt der Franchise-Beirat und für wichtig halten Sie es, dass ein Franchisesystem einen solchen Beirat vorweisen kann- ist dies sogar ein besonders Qualitätsmerkmal?

Klaus Frawley: Der Franchisebeirat ist in erster Linie eine wichtige Schnittstelle zwischen Franchisepartner und der Systemzentrale. Über den Beirat kann jeder Franchisepartner Eingaben und Empfehlungen zur Diskussion geben. Jede Eingabe wird zeitnah beantwortet und gibt so jedem Partner die Möglichkeit sich an der Entwicklung des Systems zu beteiligen. Diese Schnittstelle funktioniert natürlich nicht nur in eine Richtung, so unterrichtet die Geschäftsführung den Beirat auch über Entwicklungen innerhalb des Systems, bzw. gibt regelmäßig auch eine wirtschaftliche Wasserstandsmeldung der Zentrale ab.

Sein zweiter großer Aufgabenbereich ist die Beratung der Systemzentrale in Marketingaktivitäten, in Fragen zu System- und Franchisestandards und in der Entwicklung des Systems für die Zukunft.
In diesem Zusammenhang ist er auch noch verantwortlich für die Prüfung, Verwaltung & Planung des Marketingpools.
Sie sehen, Herr Brodersen, eine recht großer Aufgabenbereich mit hoher Verantwortung gegenüber den Partnern aber auch gegenüber der ganzen Firma TeeGschwendner! Es ist daher der einzige Beirat bei TeeGschwendner für den man sich zusätzlich qualifizieren muss. Erst nach einer mindestens 2-Jährigen Mitarbeit in einem anderen der 3 zusätzlichen TeeGschwendner-Beiräte kann man sich zur Wahl in den Franchisebeirat aufstellen lassen.
Ich kann nur sagen, dass sich für die Firma TeeGschwendner die Beiratsarbeit und insbesondere der Franchisebeirat sehr bewährt hat.

Torben L. Brodersen: Pflegen Sie auch außerhalb des Beirates regelmäßigen Kontakt zu andern TeeGschwendner Partner und wenn ja, wie sieht dieser aus?

Klaus Frawley: Ja, dazu erst einmal ein Überblick über unsere organisierten Treffen bei TeeGschwennder (außerhalb der Beiratsarbeit):
Wir sind bei TeeGschwendner zusätzlich noch in regionale Arbeitskreise organisiert in denen wir uns mindestens 2 X im Jahr treffen und austauschen.
Außerdem gibt es noch eine große „TeeGschwendner-Börse“ im Mai. Auf diesem Treffen sind alle TeeGschwendner-Partner mit Ihrer Familie eingeladen, um sich intensiv miteinander auszutauschen. An diesen 3 Tagen steht nicht nur das geschäftliche im Mittelpunkt, sondern insbesondere die Pflege der TeeGschwendner-Gemeinschaft!

Aber damit ist es nicht genug! Es gibt im letzten September-Wochenende noch mal ein Treffen mit allen Beiräten und 2 Delegierten aus den regionalen Arbeitskreisen um sich vor der Saison noch mal mit wichtigen Fragen aus dem System heraus zu beschäftigen. Auch hier kann jeder Partner Fragen und Themen eingeben die dann in diesem Gremium diskutiert werden. Die Antworten folgen dann auch Zeitnah an alle Partner durch ein Ergebnisprotokoll.
Zusätzlich hat man natürlich noch seine persönlichen Netzwerke innerhalb der Firma mit den entsprechenden Ansprechpartnern.
Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, sich mit allen Kollegen zu treffen und Erfahrungen auszutauschen.
Ich schätze diese Treffen mit den Kollegen sehr und es haben sich darüber hinaus schon viele Freundschaften entwickelt. Die TeeGschwendner-Familie ist sprichwörtlich!

Torben L. Brodersen: Sicherlich kostet der Betrieb von zwei Filialen, als auch das darüber hinaus gehende Engagement viel Zeit. Wie wichtig ist die Unterstützung von Freunden und Familie beim Schritt in die Selbstständigkeit?

Klaus Frawley: Das ist schon enorm hilfreich für den Unternehmer, wenn das soziale Umfeld diese intensive und von persönlichem Engagement getragene Arbeit respektiert und moralisch unterstützt!

Torben L. Brodersen: Können Sie anderen Franchisenehmern oder solchen die vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen 5 Praxistipps mit auf den Weg geben?

Klaus Frawley:

1) Ein Teefarmer aus Südafrika hat mir mal gesagt, der beste Dünger sind die Fußstapfen des Farmers auf seiner Plantage. Und dieses Bildwort gebe ich auch allen neuen Kollegen gern mit, einfach viel Zeit mit seinen Kunden und den Mitarbeitern im Geschäft verbringen um den besonderen Rhythmus des Geschäfts und seine Kundschaft kennenzulernen. Das scheint zwar selbstverständlich, aber diese ersten Monate verlangen einfach viel Aufmerksamkeit und möglichst viel Kontakt zu seinen Kunden.

2) Heutzutage muss man am Schreibtisch genauso gut sein wie bei der Arbeit am Kunden.
Die Ansprüche im Backoffice bzw. Verwaltung sind enorm gestiegen, so dass der Umgang mit den üblichen Management-Tools von Anfang an sitzen muss. Mittlerweile wird das in unserer „TeeGschwendner-Akademie“ in besonderen Seminaren bis ins kleinste Detail trainiert, so dass jeder neue TeeGschwendner-Franchisenehmer in diesem Bereich fit ist.

3) Bitte entschuldigen Sie den Anglizismus, aber es gilt immer noch: „All Business is local“! Also von Anfang an in den regionale Netzwerken engagieren und austauschen! Die Synergieeffekte sind enorm, wenn man sich in den entsprechenden Verbänden und Gemeinschaften vorstellt. Wir haben bei TeeGschwendner mittlerweile genau darauf ausgerichtete „Seminarkonzepte“ um z.B. innerhalb einer „Landfrauengemeinschaft“ oder einem VHS-Seminar einem mal die Fa. TeeGschwendner mit seiner schönen Produktpalette vorzustellen.

4) Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit kann man sich herrlich in „Nebenkriegsschauplätze“ verzetteln. Daher gilt das Sprichwort das Herrn Mark Twain zugesprochen wird: Always tackle the hardest problem on your plate! Also, erkennen Sie jeden Tag welches Herausforderung hat die höchste Priorität und wie gehe ich sie am besten an!

5) Visualisieren Sie sich und ihr Geschäft! Wo möchten Sie sich in 5 Jahren sehen? Versuchen Sie bei dieser Vorstellung so detailliert wie möglich zu sein. Stellen Sie sich z.B. besonders erfolgreiche Situationen an einem starken Verkaufstag vor mir vielen tollen Kunden & erfolgreichen Mitarbeitern vor. Versuchen sie, sich diese Meditation immer wieder vor Augen zu führe und mit immer mehr positiven Details zu füllen. Mir hat diese Übung immer geholfen mein Handeln an diesen Bildern auszurichten und meine Arbeit zu hinterfragen.
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DFV Interview-Serie: Erfolg kommt durch die Auswahl der richtigen Mitarbeiter!

In der neusten Ausgabe unserer Interview-Serie konnte DFV Geschäftsführer Torben L. Brodersen mit einer Franchisenehmerin von ASL-Alles Saubere Leistung sprechen.
Marion Wartenberg ist seit fast 10 Jahren Agenturleiterin einer ASL Agentur am Bodensee, mit Filialen in Friedrichshafen, Ravensburg, Markdorf, Lindau und Überlingen.

Torben L. Brodersen: Frau Wartenberg, letzte Woche sprachen wir mit Herrn Hans-Georg Metelmann, Franchisenehmer seit über 10 Jahren. Auch Sie können als Franchisenehmerin bei ASL bald das zehnjährige Jubiläum feiern, sind erfolgreicher IHK-Ausbildungsbetrieb und wurden letzten Monat vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgezeichnet. Woher kommt dieser Erfolg?

Marion Wartenberg: Mein Motto lautet: Wer nicht wirbt der stirbt.
Meiner Meinung nach kommt der Erfolg durch die eigene Überzeugung des Firmenkonzepts und natürlich auch durch die Auswahl der richtigen Mitarbeiter. Unter 20 Bewerbern ist leider meist nur eine neue Mitarbeiterin für uns dabei. Diese Mitarbeiterin muss man die ersten 3 Monate intensiv schulen und führen, was meinen Mitarbeitern und mir viel Arbeit bereitet. Zufriedene und langjährige Kunden bestätigen unsere intensive Vorgehensweise.
Des Weiteren ist mein Unternehmen zukunftsorientiert, die Arbeit einer Putzfee wird immer gebraucht.

Torben L. Brodersen: Selbstständigkeit bedeutet auch, dass Sie ein größeres Risiko tragen als Angestellte. Warum haben Sie sich trotzdem dafür entschieden?

Marion Wartenberg: Weil ich damals in einer Situation war, alleinerziehende Mutter mit einem Kleinkind, die aus damaliger Sicht keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat. Nur Hausfrau zu sein und mich auf Unterstützung zu verlassen war nie eine Option für mich. Der Stand der Kinderbetreuung, den wir heute haben, war damals noch nicht so ausgeweitet.
Ich selbst war aber auch immer eine Person, die sich schlecht unterordnen konnte und lieber mit Risiko durch die Wand ging als Arbeit nach Anweisung zu erledigen.

Torben L. Brodersen: Welche Vorteile sehen Sie in einer Selbstständigkeit mit Franchising?

Marion Wartenberg: Der Start in die Selbstständigkeit wird erleichtert, man wird „ an der Hand genommen“, Vorlagen und rechtliche Grundlagen werden gegeben.

Torben L. Brodersen: Welche fünf Praxistipps würden Sie Franchise-Interessierten mit auf den Weg geben, die mit Franchising den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen?

Marion Wartenberg:

1) Den Franchisegeber zu prüfen.

2) Intensiv mit dem Franchisegeber zusammenarbeiten, auch wenn Schwierigkeiten oder Unklarheiten auftauchen.

3) Richtlinien und Arbeitsgänge des Franchisegeber übernehmen.

4) Den informativen Austausch aller anderen Franchiseunternehmer bei Franchise-Treffs suchen. Dies bedeutet nicht nur Input für das eigene Unternehmen, sondern auch Erholung und Entspannung während der mehrtätigen Schulungen.

5) Sich immer wieder einen „Energieschub“ vom Franchisegeber einholen.

ASL

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Wozu brauchen Franchisesysteme überhaupt PR und wie geht man mit Social Media richtig um?

Diese und weitere Fragen wurden am Freitag, den 26.09.2014 vom Ausschuss für Marketing, PR & Social Media in Hamburg in der Franchisezentrale von Joey’s Pizza Service
diskutiert. Besonders die Erarbeitung von PR- Guidelines für kleine und junge Franchisesysteme, die beim nächsten Franchise-Forum 2015 vorgestellt werden sollen, stand an diesem Tag auf dem Programm.

Aufgeteilt in Gruppen, erarbeitete der Ausschuss Inhalte für PR-Guidelines, die u.a. folgende Themen beinhalten werden:

• Wie setzt man PR für sein Unternehmen gezielt ein und wie geht man mit Journalisten um?
• Welche Bausteine kann man seinen Franchisepartnern für die richtige Kommunikation mit den Medien vor Ort an die Hand geben?
• Wie verhält man sich in Krisensituationen?

Um Franchisesystemen einen Leitfaden an die Hand zu geben, wie sie mit der Nutzung von Social Media ihres Systems und ihrer Partner richtig umgehen, wurden darüber hinaus konkrete Maßnahmen in einem ersten Entwurf von Social Media Guidelines verabschiedet.

In einer abschließenden Diskussionsrunde wurden die einzelnen Kanäle zur Franchisenehmer-Gewinnung bewertet. Hierbei tauschten die Teilnehmer sich sowohl über franchise- als auch über branchenspezifische Tools aus. Festgestellt wurde einhellig, dass gerade Endkunden der Systeme noch nicht hinreichend als Zielgruppe potentieller Franchisenehmer wahrgenommen werden.

Neben den bisherigen Ausschussmitgliedern Torben L. Brodersen (DFV), Karsten Freigang, (Joey’s Pizza), Michael Jansen (Jansen:Komm!), Frank Jüttner (PORTAS DEUTSCHLAND Folien), Steffen Kessler (FranchisePortal), Ute Petrenko (MBE Deutschland) und Isabel von Vegesack (DFV) begrüßte der Ausschussvorsitzende Matthias H. Lehner (Bodystreet) die neuen Mitglieder Carmen Egle (Mrs.Sporty), Anja Haverkamp (Nordsee) und Anna Kummer (Janny’s Eis).

Die nächste Ausschusssitzung findet im Frühjahr 2015 in Düsseldorf statt.
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DFV Interview-Serie: Sich selbstständig zu machen, heißt nicht, dass man alles alleine machen muss: Neugründer dürfen und sollten sich Rat holen.

Diesmal sprach DFV Geschäftsführer Torben L. Brodersen mit Hans-Georg Metelmann, langjähriger und erfolgreicher Franchisenehmer bei k kiosk.

Torben L. Brodersen: Guten Tag Herr Metelmann. Sie sind inzwischen seit zehn Jahren Franchisenehmer im k kiosk-System. Was sollten Franchisegeber und Franchisenehmer beachten, wenn Sie eine ebenso dauerhafte und erfolgreiche Partnerschaft aufrecht erhalten wollen?

Hans-Georg Metelmann: Als Franchisenehmer sollte man bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Ohne die fällt es schwer, langfristig zu bestehen. Zunächst einmal sind die kaufmännische und fachliche Qualifikation sowie unternehmerisches Denken wichtig. Eine 40-Stunden-Woche ist als Kioskbetreiber passé, Kunden- und Serviceorientierung steht jetzt im Vordergrund – zu jeder Zeit. Aber auch eine gewisse finanzielle Grundlage muss vorhanden sein, um gut zu starten und langfristig erfolgreich zu sein. Im Gegenzug wird der Franchisenehmer beim Schritt in die Selbstständigkeit intensiv begleitet – angefangen bei der Standortwahl über die Mietvertragsgestaltung bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe an einem Standort mit hoher Kundenfrequenz.

Torben L. Brodersen: Gab es einen besonderen Höhepunkt in ihrer Zeit als Franchisenehmer bei k kiosk?

Hans-Georg Metelmann: Die Neueröffnung meines zweiten Geschäfts in Bobenheim-Roxheim 2008 und die Erweiterung im Jahr 2012 von 55 auf 100 Quadratmeter.

Torben L. Brodersen: Welchen Vorteil hat es, Ihre Filialen im k kiosk-Netzwerk zu betreiben?

Hans-Georg Metelmann: Die Stärken des k kiosk-Franchisemodells sind eine faire und offene Zusammenarbeit und die übersichtliche Kostenstruktur für Franchisepartner. Außerdem wird man trotz Franchising als selbständiger Unternehmer behandelt. Diese drei Punkte stehen für mich im Vordergrund.

Torben L. Brodersen: Unter unseren Lesern sind auch viele Franchise-Interessenten, die den aufregenden Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen. Haben Sie abschließend fünf Praxistipps, die dabei zu beachten sind?

Hans-Georg Metelmann:

1. Die Perspektive des Kunden einnehmen: Das Geschäft sollte übersichtlich und kundenfreundlich eingerichtet sein, so dass Kunden schnell finden, was sie suchen. Im Kioskbereich stören zum Beispiel zu viele Ständer nur.

2. Gerade als Neueinsteiger, der sich erst etablieren muss, ist es ganz wichtig, auf die Kundenwünsche einzugehen – egal, ob es sich um Nachbestellungen von Zeitungen und Zeitschriften handelt oder besondere Tabak- bzw. Zigarettensorten angefragt werden. Das gilt natürlich auch für jede andere Branche.

3. Eine hundertprozentige Warenbevorratung ist hilfreich, um Kundenwünsche direkt erfüllen zu können.

4. Auch wenn man Anfang sehr viel tun hat und sich alles erst einspielen muss: Auf Sauberkeit und Ordnung zu achten sollte nicht vergessen werden, denn der erste Eindruck zählt.

5. Sich selbstständig zu machen, heißt nicht, dass man alles alleine machen muss. Neugründer dürfen und sollten sich ruhig Rat holen, gerade in Finanzierungsfragen.

Hans-Georg Metelmann

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