Franchisegebühren und was ich dafür bekomme?

Wer sich selbstständig machen möchte, benötigt Kapital. Das ist auch im Franchising so. Wie hoch die Franchisegebühren konkret sind, hängt von Franchisesystem und Branche ab. Die Zahlung von Franchisegebühren an den Franchisegeber ist maßgebliches Kennzeichen des professionellen Franchisings.

Welche Franchisegebühren muss ein Franchisenehmer zahlen?

Franchisenehmer haben in der Regel zwei Arten von Franchisegebühren zu entrichten: Mit der einmaligen Eintrittsgebühr erwirbt der Franchisenehmer das Recht, sich mit dem entsprechenden Geschäftskonzept selbstständig zu machen. Die sogenannten laufenden Gebühren werden üblicherweise nach einem im Franchisevertrag vereinbartem Prozentsatz vom Nettoumsatz des Franchisenehmers abgezogen. Dieser liegt üblicherweise zwischen 1 und 15 Prozent des Nettoumsatzes des Franchisenehmers.

Warum zahlt man eine Franchisegebühr?

Mit laufenden Franchisegebühren tilgt der Franchisegeber die kontinuierlichen Kosten für die Bereitstellung von Knowhow, Training, Markenschutz, Werbemitteln, Unternehmensberatung und Weiterentwicklung des Systems. Darüber hinaus berechnen einige Franchisegeber auch Werbeumlagen. In diesem Fall empfiehlt es sich Franchisenehmer nachzuprüfen, ob die Werbegebühr auch tatsächlich für überregionale Werbung und die allgemeine Marketingstrategie verwendet wird. Dabei haben Franchisenehmer gegenüber dem Franchisegeber Anspruch auf Rechnungsnachweis und Auskunftserteilung.

Wie hoch ist die Franchisegebühr?

Die Höhe der laufenden Franchisegebühren ist abhängig von den Leistungen, die der Franchisegeber dem Franchisenehmer bietet. Sie errechnet sich in der Regel aus dem monatlichen Nettoumsatz. Sie sollten sich im Rahmen von 1 bis 15 Prozent des Nettoumsatzes halten. Die laufenden Gebühren sollen die meist enormen Vorleistungen des Franchisegebers amortisieren. Sie sind abhängig von den Leistungen, die der Franchisegeber dem Franchisenehmer bietet, wie beispielsweise die kontinuierliche Nutzung von u.a. Knowhow-Vermittlung, Trainings, Unternehmensberatung aber auch für die Weiterentwicklung des Franchisesystems.

Was man sonst noch über Franchisegebühren wissen sollte?

Gut zu wissen! Franchisegebühren können sich je nach Franchisekonzept deutlich unterscheiden. Manche Franchisesysteme erheben keine Eintrittsgebühren, verlangen dafür in der Regel meist höhere laufende Gebühren. Wie hoch die Eintrittsgebühren sind, ergibt sich aus den Vorleistungen des Franchisegebers, wie beispielsweise:

  • Entwicklung des Geschäftstyps
  • Erprobung in Pilotbetrieben
  • Dokumentation des Knowhows
  • Image/Bekanntheitsgrad
  • Unterstützungsleistungen wie Standortanalysen, Schulungen etc. 

Im Systemfinder des deutschen Franchiseverbandes können Sie die Franchisegebühren der verschiedenen Systeme einsehen.

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