Bericht aus Berlin: Digitalisierung und Vernetzung bieten große Chancen für den Mittelstand

Neue Herausforderungen bieten neuen Chancen – auch für die Franchisewirtschaft

Diese Woche tagte die 14. Netzwerkjahrestagung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Unter dem Titel „Intelligente Vernetzung – Chancen für den Mittelstand“ diskutieren über 200 Netzwerkmanager, Unternehmensvertreter und Multiplikatoren im Bundeswirtschaftsministerium über praxistaugliche Lösungen und nationale und internationale Kooperationsprojekte, mit denen mittelständische Unternehmen für die Chancen des digitalen Wandels fit gemacht werden.

Maßnahmen der Politik

Die Digitalisierung trägt entscheidend dazu bei, wer die smarten Produktionsanlagen, Plattformen und Dienstleistungen schafft, in denen die Wertschöpfung der Zukunft entsteht. Mit dem ZIM möchte die Politik die Innovationskraft unterstützen, insbesondere die in den mittelständischen Unternehmen, die das Rückgrat der Volkswirtschaft bilden. 2015 wurde das Budget dafür um 30 Mio. Euro auf 543 Mio um die Wichtigkeit zu unterstreichen. Das ZIM soll Forschung und Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen fördern und dabei gezielt auf Forschungszusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft setzten. Seit Start des Programms Mitte 2008 wurden für über 30.000 Vorhaben Fördermittel in Höhe von über vier Milliarden Euro bewilligt. Die ZIM-Netzwerke sind das Herzstück der Förderung. Überwiegend kleine Unternehmen vernetzen sich miteinander und holen häufig eine oder mehrere Forschungseinrichtungen mit an Bord. Gemeinsam bringen sie ihre Stärken zur Geltung. Viele kleine und mittlere Unternehmen gestalten aktiv den digitalen Wandel mit. Deshalb greifen auch im ZIM die Unternehmen zunehmend das Thema Digitalisierung oder Industrie 4.0 auf und machen es zum Inhalt ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Weitergehende Informationen finden Sie hier.

Aktivitäten des DFV

Dialogplattform Einzelhandel

Der DFV ist auf Einladung des Bundeswirtschaftsministeriums aktiver Part vieler Veranstaltungsreihen. DFV-Geschäftsführer Torben L. Brodersen wurde darüber hinaus in den Beirat des Einzelhandels benannt, welcher innerhalb von zwei Jahren Lösungsansätze für die zukünftige Struktur von Einzelhandelsunternehmen benennen soll. Der Beirat setzt sich aus hochrangigen Experten zusammen, die die Arbeit der Dialogplattform koordiniert.

Mehr Informationen über die Arbeit der Dialogplattform erfahren Sie hier:

Der Digitalisierungsgipfel der Franchisewirtschaft

Die fortschreitende digitale Ära verändert nachhaltig Strategien und Prozesse, Geschäftsbeziehungen und -modelle auch oder gerade in Franchisesystemen. Die Jubiläumsveranstaltung des DFI widmet sich wichtigen Aspekten der digitalen Transformation. Für Franchisesysteme geht es jetzt darum, sich neuen Anforderungen anzupassen und sich für Zukunftstrends strategisch gut aufzustellen.

Programm

Folgende Themen werden näher beleuchtet:

  • Auswirkungen des digitalen Wandels auf Franchisesysteme: Branchen, Kundenverhalten und regionale Unterschiede / Boris Hedde, Geschäftsführer Institut für Handelsforschung GmbH (IFH), Köln
  • Online Marketing: Entwicklungen, Trends und Bedeutung lokaler Strategien /
    Michael Jäschke, Head of Channel Sales DACH, Google Germany GmbH
  • „Online“ und „Stationär“ im erfolgreichen Einklang: Vertrieb und Markenpositionierung auf integrierten Kanälen / Thomas Quibeldey, Leiter IT-Services & Organisation, BabyOne GmbH
  • Rechtssichere Ausgestaltung digitaler Trends im Franchising / RA Dr. Hermann Lindhorst, SCHLARMANNvonGEYSO
  • Kommunikation zwischen Franchisegeber und -nehmer: Digitale Lösungen für mehr Effizienz und Wachstum / Sebastian Grote, Geschäftsführer Gecco Media GmbH
  • Soziale Medien: Wirksame Kundenkommunikation bei Erfolg und in der Krise /
    Florian Schneider, Geschäftsführer Vapiano Franchising GmbH & Co. KG
  • Ausblick: Die richtige Strategie für die Trends der Zukunft / Dr. Eva Stüber, Leiterin Research und Consulting, Institut für Handelsforschung GmbH (IFH), Köln

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 17. Februar 2016 in Köln statt. Weitergehende Informationen finden Sie hier: www.franchise-institut.de

Unternehmensnachfolge in der Franchisewirtschaft: Thema fest im Blick des DFV

Die Aktivität des DFV

Unternehmensnachfolge in Franchisesystemen ist seit langem eine große Herausforderung in der Franchisewirtschaft und beschäftigt den DFV als ein Schwerpunktthema. Hierzu wurde die Nachfolgebörse exklusiv für Mitglieder des DFV auf https://www.franchiseverband.com/services-nutzen/nachfolgeboerse/ eingerichtet, um Standorte von Franchisenehmern, die aus familiären, altersbedingten oder auch anderen Gründen ihre Franchiseverträge nicht verlängern, an entsprechende Nachfolger zu vermitteln. In der DFV-Nachfolgerbörse werden die aktuellsten Franchisenehmergesuche für bereits bestehende Standorte der DFV-Mitglieder präsentiert. Weiterhin findet am 01. März 2016 in der ISOTEC Systemzentrale in Kürten ein Round-table zu diesem Thema statt.

Nexxt-Initiative Unternehmensnachfolge

Damit Unternehmer frühzeitig für das Thema Unternehmensnachfolge sensibilisiert werden, hat auch das BMWi bereits im Jahr 2000 die „nexxt“-Initiative Unternehmensnachfolge gestartet. Beteiligt sind u. a. Kammern und Verbände, Kreditinstitute und die Freien Berufe. Gemeinsam mit 30 Aktionspartnern stellt das BMWi im Internet, in Broschüren oder auf Messen umfassende Informationen und Beratungsleistungen für Übernehmer und Nachfolger zur Verfügung.

Kern ist die Nachfolgebörse „nexxt-change“ bei der Übergeber und Übernehmer – dies gilt gleichermaßen für Franchisegeber, wie auch für Franchisenehmer – über die kostenlose Internetbörse Kontakte knüpfen können. Das Verfahren ist im ersten Schritt anonymisiert und verschwiegen. Persönliche Daten werden erst über einen Regionalpartner in Abstimmung mit dem Inserenten weitergegeben. Bundesweit betreuen über 820 Regionalpartner der Kammern, Sparkassen und Kreditgenossenschaften vor Ort die Interessenten. Sie geben Tipps und Hilfestellung zur Inseratsgestaltung, Kontaktaufnahme und zu Auswahlkriterien. Mit durchschnittlich rd. 10.000 veröffentlichten Inseraten von Übergabeangeboten (rd. 2/3) und interessierten Nachfolgern (rd. 1/3) wird die Internetbörse stark frequentiert (rd. 2,5 Millionen Seitenaufrufe/Monat). Seit 2006 wurden bereits über 10.000 erfolgreiche Unternehmensübergaben durch die Börse angestoßen.

Eine umfassende Publikation hierzu steht Ihnen unter „Unternehmensnachfolge – Die optimale Planung“ zur Verfügung.

Der optimale Franchisevertrag: seit über zwanzig Jahren das Rechtsseminar in der Franchisewirtschaft

Von Freitag, den 27. bis Samstag, den 28. November fand in München das Seminar des Deutschen Franchise-Institutes Optimale Franchiseverträge“ statt.

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Das Seminar führte durch den Aufbau und den Inhalt eines typischen Franchisevertrages. Gemeinsam mit den 19 Teilnehmern wurden immer wieder auftretende Fehler bei der Klauselgestaltung aufgezeigt und erörtert. Zudem wurden die Besonderheiten bei internationalen Franchiseverträgen und aktuelle Entwicklungstendenzen des internationalen Franchiserechts dargestellt.

Schwerpunktthemen des materiellen Franchiserechts:
• Vorvertragliche Aufklärung/Prospekthaftung
• AGB und Inhaltskontrolle (insbesondere Entscheidungen zu Laufzeitklauseln, Preisanpassungsklauseln, Mindestumsätzen etc.)
• Kartellrecht und Franchising (insbesondere EU-Gruppenfreistellungsverordnung 330/ 2010 für vertikale Vertriebsbindungen sowie neueste Entscheidungen)
• Scheinselbständigkeit/Rentenversicherung (insbesondere Rechtsprechung u. a. des BSG zur Rentenversicherungspflicht selbständiger Franchisenehmer gem. § 2 Nr. 9 SGB VI)
• Verbraucherschutzrecht (insbesondere amtliches Muster der Widerrufsbelehrung)
• Ausgleichsanspruch/Investitionserstattungsanspruch des Franchisenehmers (insbesondere neuere Entscheidungen)

Vertragsklauseln eines typischen Franchisevertrags:
• Gebietsschutz/Internetvertrieb
• Preisbindungen
• Bezugsbindungen/Rückvergütungen (kickbacks)
• Vertragliches/nachvertragliches Wettbewerbsverbot
• Laufzeitklauseln
• Beendigungsmöglichkeiten
• Ansprüche bei Beendigung eines Franchisevertrags (Ausgleichs- /Investitionserstattungsanspruch)
• Nachfolgeklauseln
• Streitschlichtungsmöglichkeiten (Mediation, Schiedsgerichte etc.)

Internationale Franchiseverträge:
• • Besonderheiten bei Master-Franchiseverträgen, Area Developer-Verträgen, Direct-Franchising
• Entwicklungstendenzen im internationalen Franchiserecht

Die nächste Veranstaltung „Optimale Franchiseverträge“ findet 2016 in der letzten Novemberwoche statt. Der Ort und detaillierte Informationen werden Ihnen im Frühjahr nächsten Jahres bekannt gegeben.

Franchising lebt und wächst vom Unternehmertum: das Potential ist auch im Ausland zu finden

Gerade mittelständische Unternehmen sollten stärker für internationale Fachkräfte und Kooperationspartner sensibilisiert werden, denn für diese Unternehmen ist der Mangel an gut qualifizierten Partnern heute schon akut. Dabei sind internationale Partner ein Gewinn für Franchisesysteme, wie die vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) in Auftrag gegebene Studie „Werdegang internationaler Fachkräfte und ihr Mehrwert für KMU“ zeigt. Demzufolge sind internationale Fachkräfte in mittelständischen Unternehmen sehr gut integriert und fühlen sich in Deutschland wohl. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Geschätzt werden ihr Fachwissen, aber auch ihre Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen sind von großer Bedeutung.

Welche Möglichkeiten in der Kommunikation zu ausländischen Partnern stehen aktuell zur Verfügung

Das BMWi fördert durch das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung www.kofa.de die KMU durch unterstützende praktische Handlungsempfehlungen und Praxistipps bei der Integration.

Für Willkommenskultur steht auch das mehrsprachige Willkommensportal http://www.make-it-in-germany.com, das über Leben und Arbeiten in Deutschland informiert. Es zählt seit dem Start im Juni 2012 über 7,5 Mio Besucher, davon über 90 Prozent aus dem Ausland.

Ergänzt wird das Angebot von Make it in Germany durch die Telefon-Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“, mit der die Bundesregierung ein umfassendes, mehrsprachiges Beratungsangebot zu Fragen der Zuwanderung und Integration anbietet. Zugewanderte und zuwanderungsinteressierte Fachkräfte, Studierende und Auszubildende erhalten unter der Telefonnummer +49 (0)30-1815-1111 eine persönliche Beratung zu den Themen Einreise und Aufenthalt, Deutsch lernen, Arbeitssuche sowie Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Die Hotline wird als Maßnahme der Demografiestrategie der Bundesregierung gemeinsam vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen einer ressortübergreifenden Kooperation zwischen dem BMWi, dem Bundesministerium des Innern, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit betrieben. Sie begleitet die bestehenden Angebote von http://www.make-it-in-germany.com, www.anerkennung-in-deutschland.de, www.bamf.de, www.arbeitsagentur.de und www.zav.de.

Fazit

Das europäische Ausland ist auch für die Franchisewirtschaft als Chance zu begreifen. Der Bedarf der deutschen Wirtschaft ist nicht nur bei Fachkräften zu finden sondern eben auch Bereich bei qualifizierten Unternehmern. Es lohnt sich eine solche Überlegung in betriebsstrategische Entscheidungen von Franchisesystemen mit einzubeziehen.

Franchisewirtschaft wächst 2012 deutlicher als in Vorjahren

Rund 6.000 neue Franchisenehmer und etwa 50.000 neue Beschäftigungsverhältnisse belegen eine eindeutig positivere Entwicklung als in den Vorjahren. Potenzial konnte dennoch nicht ausgeschöpft werden.

Fast 9 Prozent mehr Franchisenehmer als 2011 und sogar über 10 Prozent mehr Beschäftigungsverhältnisse im Franchising gegenüber dem Vorjahr – so lauten die wesentlichen Ergebnisse der aktuellen Statistik zur Entwicklung der Franchisewirtschaft in Deutschland 2012. Damit fällt das Wachstum deutlich stärker aus als in den Jahren zuvor. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass im vergangenen Jahr mehr als 72.700 Franchisenehmer (2011: 66.900) 546.200 Mitarbeiter (2011: 496.300) beschäftigten. Diese sehr positive Entwicklung wird komplettiert durch ein leichtes Plus beim Gesamtumsatz des Wirtschaftszweigs von etwas über einem Prozent auf 61,2 Milliarden Euro. Einzig bei der Zahl der Franchisegeber ist ein marginaler Rückgang von 990 auf 985 Systeme festzustellen.
Nach Branchen ist der Dienstleistungssektor mit einem deutlichen Zuwachs auf 48 Prozent der größte Bereich (plus 8 % gegenüber 2011). Hierauf folgt der Handel, in dem 27 Prozent aller Systeme angesiedelt sind (minus 5 % gegenüber 2011). Leicht hinzugewonnen hat das Gastgewerbe mit 17 Prozent (plus 1 % gegenüber 2011). Das Handwerk konnte den Zuwachs aus dem Vorjahr nicht halten und liegt nun bei 8 Prozent (minus 4 % gegenüber 2011).

Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes e. V. (DFV), der die Untersuchung in Auftrag gegeben hat, zeigt sich zufrieden: „Während allgemein 2012 historisch wenig Existenzgründungen stattfanden, bildet die Franchisewirtschaft einen Gegentrend. Wer sich bei allen aktuellen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten für den Weg in die Selbstständigkeit entscheidet, entscheidet sich offensichtlich immer häufiger für eine Gründung im Rahmen eines Netzwerkes und mit Unterstützung eines starken Partners.“ Gleichzeitig gibt sich Brodersen aber auch kritisch und stellt fest: „Wie erfreulich wir die positive Entwicklung beurteilen, wissen wir doch auch aus zahlreichen Gesprächen mit Franchisegebern, dass sie ihre Wachstumsziele 2012 nicht erreichen konnten.“ Diese Aussagen spiegeln sich auch in Ergebnissen einer internen Umfrage unter den DFV-Mitgliedern Ende 2012 wider. So konnten laut dieses Stimmungsbildes rund 37 Prozent der befragten Franchise-Unternehmen „nur“ mit bis fünf neuen Partnern wachsen. Hinzu kommen rund 10 Prozent, die überhaupt keine Franchisenehmer hinzugewonnen haben. „Die meisten Franchisegründungen gab es zudem bei den Zugpferden im Franchising, also bei den etablierteren und größeren Netzwerken“, erläutert Brodersen. „Grundsätzlich bleibt die Franchisenehmer-Gewinnung eine der herausforderndsten Aufgaben in der nächsten Zeit. Hier werden wir vom DFV tatkräftige Unterstützung anbieten, damit alle Systeme in Zukunft wachsen können.“
Ein zusätzliches Ergebnis aus der Erhebung, für die das Internationale Centrum für Franchising & Cooperation aus Münster im Auftrag des DFV verantwortlich zeichnet: Der Frauenanteil im Franchising liegt bei 32,7 Prozent. „Auch hier sehen wir noch viel Potenzial und wollen das Ergebnis zum Anlass nehmen, um mit geeigneten Partnern mehr Frauen für das Franchising zu begeistern“, betont der DFV-Geschäftsführer.

Franchise-Entwicklung 2012

DFV-Round-tables: Konstruktive Gespräche unter Praktikern

Rund 50 DFV-Mitglieder nutzten den Verbandsservice, um Erfahrungen und Know-how auszutauschen und Inspirationen zu sammeln. Ein zentrales Thema: Franchisenehmer-Gewinnung.

Erfahrungsaustausch von Nord bis Süd: Der DFV lud gemeinsam mit den gastgebenden Systemen Engel & Völkers Residential GmbH am 25. Februar in Hamburg und der ACCOR Hospitality Germany GmbH am 26. Februar in München zu den etablierten DFV-Round-tables, um sich auszutauschen, neue Impulse zu erhalten und Know-how zu transferieren. Rund 50 Vertreter aus den Franchisezentralen nutzten das exklusive Angebot für Franchisegeber innerhalb des DFV und erhielten wertvolle Erkenntnisse. Der Verband brachte die Themen regionale Informationsveranstaltungen zur Franchisenehmer-Gewinnung, Green Franchising inklusive der DFV-Umweltinitiative „Zukunft Stadt & Natur“ sowie Finanzierungen von Franchisevorhaben in die Gesprächsrunden ein. Gerade der Aspekt der Franchisenehmer-Gewinnung wurde intensiv von den Teilnehmern erörtert. Ein Fazit: Für fast alle Mitgliedsunternehmen ist dieser Punkt die größte Herausforderung der nächsten Monate. Ein weiterer Fokus lag auf individuellen Themenvorschlägen einzelner Teilnehmer. Hierzu zählte unter anderen Auslandsexpansion, Expansion mit bestehenden Franchisenehmern sowie die vorzeitige Beendigung von Franchiseverträgen.

Die DFV-Round-tables werden einmal im Jahr durchgeführt. Dabei empfinden die Teilnehmer die persönliche Atmosphäre und die Gespräche auf Augenhöhe als besonders gewinnbringend. Mit den Round-tables hat der DFV einen Service für seine Mitglieder geschaffen, der als ein wesentlicher Mehrwert der Verbandsmitgliedschaft angesehen wird.

Cross-Channel-Management zwischen Theorie und Praxis – DFV/DFI-Workshop am 08. – 09.10.2012 in Köln

Es lohnt sich, im Vertrieb mehrgleisig zu fahren: Wenn Unternehmer unterschiedliche Vertriebswege nutzen und diese klug aufeinander abstimmen, können sie ihren Umsatz weiter steigern. Das zeigen Untersuchungen zum sogenannten Cross-Channel-Management. Bekanntlich spielt vor allem das Internet in diesem Prozess eine immer wichtigere Rolle. Der Deutsche Franchise-Verband e. V. und das Deutsche Franchise-Institut veranstalten aus diesem Grund am Montag, 08. Oktober und Dienstag, 09. Oktober 2012 in Köln einen Workshop unter dem Titel „Cross-Channel-Management zwischen Theorie und Praxis”. Inhaltliche Partner sind das IfH Institut für Handelsforschung und PwC I PricewaterhouseCoopers.

Die Zielsetzung des Workshops ist es, anhand aktueller Studienergebnisse Trends, Wechselwirkungen und Handlungsempfehlungen praxisrelevant aufzuzeigen und zu diskutieren. Dabei sollen vor allem auch die besonderen Herausforderungen berücksichtigt werden, die hieraus für Franchise-Netzwerke erwachsen. Zusätzlich berichten erfahrene Referenten aus der Praxis, wie erfolgreiches Multi-Channel- bzw. Cross-Channel-Management schon heute aussehen kann.

Weitere Informationen sowie das Anmelde-Formular finden Sie in der Einladung unter
http://www.franchiseverband.com/franchise-messen-veranstaltungen.html

oder direkt im Veranstaltungs-Flyer:

Cross-Channel-Management

DFV startet Green Franchising-Kampagne Zukunft Stadt & Natur: Initiative für DFV-Mitglieder und ihre Franchise-Partner

Der DFV startet im Herbst 2012 seine neue Umweltkampagne „Zukunft Stadt & Natur“ und positioniert sich damit ganz konkret in Sachen Green Franchising. Als Ideengeber und Wegbereiter zeigt der Verband mit der neuen Kampagne, im wahrsten Sinne, Flagge und schlägt eigene Pflöcke ein. Denn im Fokus stehen so genannte ZukunftsBäume, die künftig von den DFV-Mitglieds-Unternehmen und ihren Partnern vor Ort gepflanzt werden können. ZukunftsBäume sind Baumarten, die dem zukünftigen Klimastress in unseren Städten besser standhalten können. Die Pflanzungen erfolgen bundesweit in ländlichen und städtischen Kommunen, in denen DFV-Mitglieder und deren Franchise-Partner angesiedelt sind. Auf diese Weise zeigen sie zukunftsweisend umweltpolitische Verantwortung und nehmen im Bereich der Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle in ihrer Region ein.

Eine erste, symbolische Aktion findet im Rahmen der 1. Zukunfts-Konferenz des Deutschen Franchise-Instituts am Donnerstag, 27. September 2012 in Berlin statt. Ende November werden die ersten, offiziellen ZukunftsBäume in Berlin-Neukölln gepflanzt. Für diese Aktion ist geplant, auch Franchise-Unternehmer aus dem direkten Berliner Umfeld als Kampagnen-Paten einzubinden. Erste Kontakte hat der DFV diesbezüglich bereits geknüpft.

In der weiteren Umsetzung finden Pflanzungen jeweils im Herbst und Frühjahr statt, wenn Bäume gut Wurzeln schlagen können. Für die Aktionen in ganz Deutschland hält der DFV ein umfassendes Projektmanagement sowie zahlreiche Projekt-Leistungen bereit.

Weitere Informationen erhalten Sie von Torben L. Brodersen unter 030 / 278 902 13.

Altersvorsorgepflicht für Selbstständige: Vom DFV kritisierte BMAS-Pläne verzögern sich

Eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige kommt wohl später als erwartet. Entsprechende Pläne des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) werden nach aktuellen Presseberichten erst einmal zurückgestellt, nach Aussagen des Ministeriums jedoch nicht gänzlich aufgegeben.
Ein Grund sollen die rechtlichen Probleme mit dem komplizierten Regelwerk sein. Unter anderem muss zunächst geklärt und erfasst werden, wer schon eine Altersvorsorge hat und worin diese besteht. Das gilt insbesondere auch für die vom BMAS nun favorisierte Anerkennung privater Altersvorsorgemöglichkeiten: so sollen beispielsweise Immobilien und Lebensversicherungen als Altersvorsorge anerkannt werden. Diese Pläne des BMAS werden vom DFV begrüßt, finden sich diese Aspekte doch unter anderem auch in dem Positionspapier von Anfang Juli 2012 wieder, dass der DFV gemeinsamen mit dem Bundesverband Direktvertrieb (BDD) und der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) erarbeitet und an die Verantwortlichen im BMAS persönlich übergeben sowie an die zuständigen Bundestags-Ausschüsse versandt hat.

Gleichzeitig kritisiert der DFV das gesamte Vorgehen bei diesem Vorhaben. DFV-Geschäftsführer Torben L. Brodersen: „Es ist nicht gut, dass bei diesem Projekt Ende März eine politische Marschrichtung vorgegeben wurde, ohne dass offenbar in der Substanz Daten darüber vorgelegen haben, wie Selbständige bereits vorsorgen. Denn erst nach Veröffentlichung des Eckpunktepapiers wurde bei McKinsey eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die nun allerdings erst im September Ergebnisse liefern wird. Hier wurde das Pferd von hinten aufgezäumt und die Selbstständigen unnötig verunsichert. Wir vom DFV fühlen uns auf jeden Fall in unseren Forderungen für unsere Mitglieder und deren Franchise-Netzwerke bestätigt.“
Sollte die Regierungskoalition dieses Gesetz tatsächlich noch umsetzen wollen, muss sie sich beeilen. Denn 2013 sind Bundestagswahlen mit vollkommen offenem Ausgang. Unrealistisch ist, dass das Thema „Altersvorsorgepflicht für Selbständige“ von der politischen Agenda verschwindet. Auch die SPD hat es aufgenommen und fordert den Eintritt – vor allem „kleiner Selbstständiger“ – in die gesetzliche Rentenversicherung.

Der DFV wird das weitere Vorgehen tagesaktuell beobachten und informieren.

Positionspapier des DFV, BDD und der CDH:
http://www.franchiseverband.com/positionen-stellungnahmen.html

Herzlich willkommen auf dem neuen Franchise.blog!

Schön, dass Sie (wieder) hier sind! Wir begrüßen Sie heute auf dieser bekannten Plattform gleich aus mehreren Gründen. Der erste ist im wahrsten Sinne offensichtlich: Der Franchise.blog präsentiert sich im neuen und übersichtlichen Design! Der Anlass hierfür liegt am zweiten Grund, denn ab sofort betreut der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) diesen Blog. Für Sie als Beobachter der Franchise-Wirtschaft ändert sich nichts. Sie können nach wie vor aktuelle Informationen aus der Franchise-Wirtschaft nachlesen und diesen attraktiven Wirtschaftszweig besser kennenlernen. Und wir ermuntern Sie ausdrücklich, an dieser Stelle Ihre Kommentare, Anregungen und Hinweise zu posten.

Abschließend möchten wir uns vom DFV noch bei Town & Country Haus für die langjährige und tolle Pflege bedanken. Ohne sie wäre der Blog nicht das, was er ist. Gemeinsam möchten wir dieses Online-Journal nun noch weiter voranbringen. Wir freuen uns auf einen regen Austausch!