Nachhaltigkeitspreis 2024: Bei Haferkater nachgefragt!

Haferkater wurde mit dem Nachhaltigkeitspreis des Deutschen Franchiseverbandes 2024 ausgezeichnet – und das aus vielerlei Gründen. Seit der Gründung ist das Unternehmen ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit, das gute Ernährung und Mobilität zusammenbringt. Gleichzeitig durchdringt der Nachhaltigkeitsansatz von Haferkater sämtliche Unternehmensbereiche und jede Entscheidung wird unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit getroffen. Kein Wunder, dass der Preis in diesem Jahr an Haferkater ging. Warum sich dort für die Auszeichnung beworben wurde, was der Award für Zentrale und Partner bedeutet und welche Pläne es für weitere Nachhaltigkeitsaktivitäten gibt, das und mehr haben wir Anna Schubert, Mitgründerin und CEO von Haferkater, für unseren Blog gefragt.

Sie wurden mit Haferkater in diesem Jahr mit dem Nachhaltigkeitspreis des Deutschen Franchiseverbandes ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch dazu! Was hat Sie zur Bewerbung bewogen?

Anna Schubert: Es ist uns natürlich ein wichtiges Anliegen, nachhaltiges Wirtschaften immer wieder in den Vordergrund zu rücken. Gerade in der Systemgastronomie werden immer wieder Gründe gefunden, warum Nachhaltigkeit im ernstzunehmenden Maße nicht mit Produktivität und System vereinbar ist. Das Argument, Nachhaltigkeit könne nur in der Individualgastronomie wirklich umgesetzt werden, wollen wir aushebeln und betonen, dass insbesondere die Systeme eine große Verantwortung tragen, sich beispielsweise mit Food Waste, gesunden Zutaten und Teamkultur auseinanderzusetzen.

Welche Rolle spielt der Nachhaltigkeitsgedanke in Ihrem Franchisesystem?

Anna Schubert: Nachhaltigkeit ein Teil der Basis der Unternehmensgründung und dieser Ansatz wird im Rahmen unseres Franchisesystems natürlich weitergeführt und nun von vielen Partner:innen gemeinsam getragen.

Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie? Was für Ihre Partner?

Anna Schubert: Sie bestärkt uns natürlich und zeigt unseren Partner:innen, dass sie, unter anderem, auch eine nicht unwichtige Außenwirkung hat. Das gesamte Franchisesystem profitiert von positiver Aufmerksamkeit und positioniert Haferkater gegenüber Vermietung und Franchisebewerber:innen als eine zukunftsgewandte, wachsende Marke.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für Ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten?

Anna Schubert: Die Kommunikation all dessen, was wir tun, ist keine leichte Aufgabe. Zu oft wird in der Außenwerbung Greenwashing betrieben, kaum ein Begriff ist geschützt. Was verstehen unsere Gäste, wenn wir sagen „wir setzen uns für einen hohen Mehrweganteil ein“? Wie quantifizieren wir Einsatz und wie können wir möglichst transparent und ehrlich mit unserem Bestreben umgehen, ohne Floskeln zu verwenden, die sowieso niemand mehr glaubt?

Ein wichtiges Thema, mit dem sich aktuell viele Franchisesystem auseinandersetzen müssen. Weiterentwicklung ist hier ein zentrales Stichwort. Wie geht es hier bei Haferkater weiter? Welche konkreten Pläne haben Sie?

Anna Schubert: Gemeinsam mit unseren Franchisepartner:innen werden wir weiter an Verkehrsknotenpunkten wachsen, die Standortanzahl wird sich verdoppelt haben und einige dieser Standorte werden außerhalb Deutschlands sein.

Was geben Sie anderen jungen Unternehmen mit, die sich strukturell nachhaltig  aufstellen möchten?

Anna Schubert: Nachhaltigkeit sollte kein ein nettes Add-On für die Unternehmenspräsentation sein, sondern von Beginn an als feste Größe mitgedacht werden. Es geht hierbei einerseits um Werte, die andererseits aber zu ganz konkreten Maßnahmen führen müssen. Es ist schön, wenn ich gesundes Essen verkaufen möchte – aber habe ich dabei auch die Zusatzstoffe im Blick? Es gibt viele Firmen, die zu Nachhaltigkeit beraten, den CO2-Verbrauch messen und Kompensationen vorschlagen. Unser Weg war ein anderer, Nachhaltigkeit ist bei uns in jedem Bereich ein Teil der Entscheidung für oder gegen eine Veränderung und häufig auch der Auslöser. Das hat es uns in den vergangenen Jahren häufig auch einfach gemacht, Mitarbeitende zu finden, die sich sehr mit diesem Ansatz identifizieren.

Jetzt verraten Sie uns noch: Wo steht denn der Nachhaltigkeits-Award bei Ihnen?

Anna Schubert: Er steht sehr präsent im Eingangsbereich unseres Büros in Berlin!

Vielen Dank für das Gespräch und dem gesamten Team und allen Franchisepartnern noch einmal herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung!

 

 

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