Leistungen des DFV: die Mediation, ein Angebot zur Konfliktlösung

Das richtige Management bei Krisen in einer Franchisepartnerschaft

In jeder guten Partnerschaft kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen – da bildet die Partnerschaft zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer keine Ausnahme.
Auftretende Krisen sollten schon frühzeitig erkannt und vor allem angesprochen werden. Denn der Austausch und die Kommunikation ist entscheidend, um rechtzeitig einen möglichen Weg zur konstruktiven Lösung aufzeigen zu können. Dabei gibt es eine goldene Regel: je früher die Ansprache von Unzufriedenheit und Missstand erfolgt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Einigung. Ein Instrument hierfür ist die regelmäßige Zufriedenheitsbefragung der Franchisepartner, die bspw. über den DFV-System-Check erfolgt.

Alternative zum Gerichtsverfahren

Gerichtsprozesse können sehr langwierig sein, verbrauchen viele Ressourcen, wie Zeit, Energie und Geld. Auch mit dem Gang zum Gericht ist es meistens schon zu spät, um ein bereits schon erschüttertes Vertrauen wieder aufbauen zu können. Denn eine geglückte Krisenkommunikation kann nur das Ziel verfolgen die Franchisepartnerschaft für eine gemeinsame Zukunft zu rüsten und weiter auszubauen.

Die Mediation

Die Mediation ist ein Verfahren, welches durch einen Mediator moderierend begleitet wird. Vom Mediator werden keine Entscheidungen getroffen, keine Empfehlungen und keine Vorschläge für eine mögliche Konfliktregelung formuliert. Wichtigste Grundidee der Mediation ist die Eigenverantwortlichkeit der Konfliktparteien: Der Mediator ist verantwortlich für den Prozess, die Parteien sind verantwortlich für den Inhalt. Dahinter steht der Gedanke, dass die Beteiligten eines Konflikts selbst am besten wissen, wie dieser zu lösen ist, und vom Mediator lediglich hinsichtlich des Weges dorthin Unterstützung benötigen. Ohne Zustimmung der Parteien kann keine verbindliche Entscheidung gefällt werden. Der Mediator überlässt die Entscheidung ganz den Konfliktbeteiligten, also macht er auch keine Kompromissvorschläge.

Was bedeutet die Mediation im Einzelnen

DFV-Mitglieder können Mediationsverfahren in Anspruch nehmen, wenn Franchisegeber und einem Franchisenehmer bei Streitigkeiten eine gütliche, außergerichtliche Einigung wünschen.

Mediation ist…

  • ein außergerichtliches Konfliktbearbeitungsverfahren,
  • in dem alle am Konflikt Beteiligten gleichermaßen akzeptiert, offen und vertraulich
  • mit Unterstützung eines externen, unparteilichen Dritten (dem Mediator)
  • freiwillig, eigenverantwortlich und gemeinsam
  • eine fall- und problemspezifische Konfliktregelung bzw. Konfliktlösung erarbeiten.

Ziele von Mediation sind…

  • konstruktive,
  • individuelle,
  • zukunftsorientierte,
  • kooperative,
  • tragfähige, das heißt
  • dauerhafte
  • Konfliktregelungen – nach Möglichkeit mit Gewinn für alle Beteiligten.

Mediation ist nur der geeignete Weg, wenn alle Konfliktbeteiligten das Mediationsverfahren wollen!

Bei weitergehenden Fragen kontaktieren Sie Jan Schmelzle unter: schmelzle@franchiseverband.com

Finanztipp: Riesterförderung auch für Franchise-Unternehmer möglich

Versicherungsnehmer von Riester-Verträgen werden in der Regel nur gefördert, wenn sie gesetzlich rentenversicherungspflichtig sind. Dennoch können Franchisegeber, wie auch Franchisenehmer die nicht pflichtversichert sind, von diesem Vorsorgemodell profitieren, wenn ihr Ehepartner sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Dafür reicht schon ein Mini-Job, sofern für das Mini-Job-Entgelt Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden.

Zulagenförderung oder Sonderausgabenabzug

Beiträge zugunsten eines Riester-Rentenvertrages werden durch eine Altersvorsorgezulage oder durch den Abzug der Beiträge als Sonderausgaben gefördert. Was günstiger ist, prüft das Finanzamt. Als Sonderausgaben abziehbar sind jährlich Beiträge von bis zu 2.100 Euro. Bei Ehegatten / eingetragenen Lebenspartnern darf jeder 2.100 Euro abziehen. Doch in vielen Fällen erweist sich die Zulagenförderung als die günstigere Alternative. Als Grundzulage werden jährlich maximal 154 Euro gezahlt, bei Ehepaaren 154 Euro für jeden Partner. Mittelbar begünstigte Unternehmer erhalten eine Zulage, wenn sie einen eigenen Riester-Rentenvertrag abschließen und mindestens den jährlichen Sockelbetrag in Höhe von 60 Euro zahlen.

Familien mit Kindern werden besonders gefördert

Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es zusätzlich eine jährliche Kinderzulage in Höhe von 300 Euro (185 Euro für vor dem 1. Januar 2008 geborene Kinder). Die Zulagen werden allerdings gekürzt, sofern nicht der vorgeschriebene Mindesteigenbeitrag gezahlt wird. Er beträgt 4 % des im Vorjahr rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts, gemindert um die Zulagen, mindestens 60 Euro.

In den beiden Riester-Verträgen werden jährlich insgesamt 960 € angespart. Davon werden (793 € =) 82,6 % durch die Riester-Zulagen gefördert. Das Ehepaar muss lediglich 167 € selbst aufwenden, um in den Genuss der vollen Zulagenförderung zu kommen.

Auszahlungen sind steuerpflichtig

Auszahlungen aus einem Riester-Vertrag beginnen frühestens mit dem 62. Lebensjahr (60. für vor 2012 abgeschlossene Verträge), es sei denn, eine Altersrente wird ab einem früheren Zeitpunkt gewährt. Eine Auszahlung in einem Betrag ist in der Regel nicht möglich. Es können aber bis zu 30 % des Riester-Kapitals als Einmalbetrag ausgezahlt werden, so dass nur das restliche Riester-Kapital verrentet wird. Alle Auszahlungen aus Riester-Verträgen sind in vollem Umfang zu versteuern.

Tipp

Die verschiedenen Formen der steuerlichen Förderung schließen sich gegenseitig nicht aus. So können beispielsweise Rürup- und Riester-Rentenverträge nebeneinander abgeschlossen werden.

Weitergehende Informationen können Sie bei ETL Franchise unter etl-franchise@etl.de erfragen.

EU-Mittelstandsmonitor: BMWi spricht Dank an den DFV zur Mitwirkung aus

Mit dem Mittelstandsmonitor für EU-Vorhaben werden die Mitsprachemöglichkeiten des Mittelstands bei wichtigen EU-Vorhaben gestärkt. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können sich mit dem Mittelstandsmonitor frühzeitig über relevante Vorhaben der Europäischen Union (EU) informieren und ihre Interessen in laufende Konsultationsverfahren einbringen.
In der Monitorliste hat das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit Mittelstandsverbänden sämtliche Vorhaben aus dem Arbeitsprogramm der EU-Kommission für 2015 systematisch auf ihre Mittelstandsrelevanz hin geprüft und nach dem Ampelprinzip gekennzeichnet.

Anbei zum Nachlesen: EU-Mittelstandsmonitor

Den EU-Mittelstandsmonitor richtig verstehen

Die Farbe Rot zeigt an, dass es sich um Vorhaben handelt, die wahrscheinlich besonders relevant für den Mittelstand sein werden. Gelb gekennzeichnete Vorhaben sind eventuell mittelstandsrelevant, grüne vermutlich eher nicht. Eine Bewertung der Vorhaben selbst ist hiermit nicht verbunden. Vielmehr soll die Farbe Rot alle Beteiligten – von den einzelnen Unternehmen über die Verbände bis hin zu politischen Entscheidungsträgern – auf allen Ebenen dazu auffordern, sich selbst aktiv im Sinne einer mittelstandsfreundlichen Gestaltung europäischer Vorhaben einzubringen.

Um die aktive Mitgestaltung zu erleichtern, finden Sie zu den mittelstandsrelevanten Vorhaben Links zu den sog. Roadmaps, in denen die EU-Kommission erste Informationen über das jeweilige Vorhaben und zum weiteren Vorgehen (etwa geplante Erstellung einer Folgenabschätzung) veröffentlicht, zu Informationsseiten der EU-Kommission, zu bereits durchgeführten und aktuellen Konsultationen, an denen Sie sich beteiligen können, sowie zu weitergehenden Informationen.

Aktuelle Konsultationen zu mittelstandsrelevanten Vorhaben

Über laufende öffentliche Konsultationen informiert die EU-Kommission auf ihrem Webportal Ihre Stimme in Europa.

BMWi wirbt um Mitwirkung

An der Bewertung und Kommentierung der einzelnen EU-Vorhaben hinsichtlich ihrer KMU-Relevanz hat der DFV maßgeblich mitgewirkt. Hierfür sprach das BMWi seinen Dank aus und bat um Verbreitung und Werbung innerhalb unserer Mitgliedsunternehmen, damit dieser eine möglichst große Verbreitung findet. Diese Bitte kommen wir sehr gerne nach! Für Anregungen oder Verbesserungsvorschläge stehen wir als DFV gerne zur Verfügung.

DFV diskutiert im BMWi mit Stakeholdern zum Thema Wettbewerbspolitik

Vertikale Preisbindung, Doppelpreisstrategie, Plattformverbote und selektive Vertriebssysteme waren Themen, die bei einem Treffen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) intensiv diskutiert wurden.

Impressumspflicht und Medienbruch

Ausdrücklich begrüßte dabei der DFV die klarstellende Regelung in § 5 a Abs. 3 UWG in Bezug auf die Impressumspflicht in der UWG-Novelle 2015.

Im neu strukturierten § 5a UWG übernimmt der Gesetzgeber die Vorgaben an das Vorenthalten, Verheimlichen sowie das unverständliche, zweideutige oder nicht rechtzeitige Bereitstellen wesentlicher Informationen und orientiert sich damit stärker am Wortlaut der UGP-Richtlinie. Die zu berücksichtigenden Umstände des Kommunikationsmittels (bspw. räumliche Beschränkungen, Ersatzmaßnahmen des Unternehmers), die das Vorenthalten der Informationen im Einzelfall rechtfertigen können, finden sich in § 5a Abs. 5 UWG.

Nach der Begründung des Gesetzes wird das Kriterium der Beschränkungen des Kommunikationsmittels aufgegriffen und um einen weiteren Aspekt entsprechend der UGP-Richtlinie ergänzt. Nun sind auch alle Maßnahmen des Unternehmers zu berücksichtigen, die dieser getroffen hat, um dem Verbraucher die (wesentlichen) Informationen anderweitig zur Verfügung zu stellen, wie der vom DFV geforderter sogenannter „Medienbruch.

Widerspruch Kartellrecht vs. Wettbewerbsrecht

Nichtdestotrotz bleibt der Widerspruch in der Vereinbarkeit von Kartellrecht und Wettbewerbsrecht. Diese beiden Rechtsgebiete zusammenzubringen bleibt eine Mammutaufgabe, denn – so waren sich alle Beteiligten einig – ist das Kartellrecht größtenteils auf europäischer Ebene zu verordnen.

Fazit

Diese Treffen sind wichtig, um den Austausch mit der Politik, der Wirtschaft und den entsprechenden Verbänden zu pflegen. Hierbei ist der DFV das Sprachrohr der Franchisewirtschaft. Der Ausbau eines Netzwerkes ist dabei unumgänglich, um politische, gesetzgeberische, wie auch wirtschaftliche Anliegen der Franchisewirtschaft vorzubringen, wie auch die Politik dafür zu sensibilisieren.

Franchisegründer mit Qualität matchen

Der 2. Franchise Matching Day in Köln beeindruckte rund 400 Besucher durch viele verschiedene und neue Geschäftskonzepte sowie hochwertige Informations-Formate.

Zum zweiten Mal fand das Branchen-Highlight für die deutsche Franchiseszene und die, die sich für Franchising interessieren, statt, in diesem Jahr in Köln. Organisiert vom Deutschen Franchise-Verband e.V. (DFV) und der Wiener Agentur Cox Orange präsentierte sich ein breites Spektrum der deutschen Franchisewirtschaft den Besuchern.
Insgesamt 34 Franchisesysteme etwa aus den Bereichen Fitneß, Immobilien, Mode, Pflege, Renovierung und Systemgastronomie sowie Consulter, Rechtsanwälte und Netzwerkpartner wie z.B. die IHK Köln oder die Sparkasse KölnBonn standen den potentiellen, neuen Unternehmern Rede und Antwort.

Die Aussteller führten, laut eigenen Aussagen, viele hochwertige Einzelgespräche mit gut vorbereiteten Franchise-Interessenten. „Die gestellten Fragen verdeutlichen, dass es sich bei den Besuchern um ein Fachpublikum handelt, das seine Fragen gezielt formuliert. Man kann spüren, dass sich die Gesprächspartner für eine Selbstständigkeit begeistern“, freut sich Jan Kamp, Leiter Franchising bei Kamps. „Dieses Veranstaltungsformat erleichtert uns die Suche nach geeigneten Franchisenehmern. Unter den Gesprächen waren bereits einige interessante und potentielle Franchisepartner dabei.“

Bei den Programmpunkten „Living Pages ®“ standen Geschäftsführer und Vertreter von Franchisesystemen Gründungsinteressierten in Kleingruppen für persönliche Fragen zum Erfolg im Franchising zur Verfügung und berichteten von ihren Erfahrungen aus den Systemen. Im „World-Café“ halfen Experten Besuchern bei der Orientierung zur richtigen Wahl des Franchisesystems und beantworteten Fragen zu den Themen Gründung, Finanzen und Recht.

„Um die Qualität dieser Veranstaltung zu sichern, war es uns im Vorfeld besonders wichtig, Aussteller zu gewinnen, die sich an die Regeln des fairen Franchisings halten und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Das überaus positive Feedback der Besucher spiegelt diese Vorgehensweise als richtig wider“, erklärt Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. zum 2. Franchise Matching Day.

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v. l. n. r.: Rüdiger Schoeller, Vertriebsleiter Schmidt Küchen; Carsten Gerlach, Gründer und Inhaber Joey’s Pizza und DFV-Vorstandsmitglied; Karsten Freigang, Geschäftsführer Joey’s Pizza; Ralf Lenger, KFC; Benjamin Dawo, Leiter Partnergewinnung Town & Country Haus; Carina Felzmann, Geschäftsführerin Cox Orange; Torben L. Brodersen, Geschäftsführer DFV; Matthias H. Lehner, Gründer und Inhaber Bodystreet und DFV-Vorstandsmitglied; Helen Holz, Franchise Managerin Kamps; Holger Blaufuß, Senior Manager Franchise McDonald’s Deutschland und DFV-Vize-Präsident

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DFV Interview-Serie: Erfolg kommt durch die Auswahl der richtigen Mitarbeiter!

In der neusten Ausgabe unserer Interview-Serie konnte DFV Geschäftsführer Torben L. Brodersen mit einer Franchisenehmerin von ASL-Alles Saubere Leistung sprechen.
Marion Wartenberg ist seit fast 10 Jahren Agenturleiterin einer ASL Agentur am Bodensee, mit Filialen in Friedrichshafen, Ravensburg, Markdorf, Lindau und Überlingen.

Torben L. Brodersen: Frau Wartenberg, letzte Woche sprachen wir mit Herrn Hans-Georg Metelmann, Franchisenehmer seit über 10 Jahren. Auch Sie können als Franchisenehmerin bei ASL bald das zehnjährige Jubiläum feiern, sind erfolgreicher IHK-Ausbildungsbetrieb und wurden letzten Monat vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgezeichnet. Woher kommt dieser Erfolg?

Marion Wartenberg: Mein Motto lautet: Wer nicht wirbt der stirbt.
Meiner Meinung nach kommt der Erfolg durch die eigene Überzeugung des Firmenkonzepts und natürlich auch durch die Auswahl der richtigen Mitarbeiter. Unter 20 Bewerbern ist leider meist nur eine neue Mitarbeiterin für uns dabei. Diese Mitarbeiterin muss man die ersten 3 Monate intensiv schulen und führen, was meinen Mitarbeitern und mir viel Arbeit bereitet. Zufriedene und langjährige Kunden bestätigen unsere intensive Vorgehensweise.
Des Weiteren ist mein Unternehmen zukunftsorientiert, die Arbeit einer Putzfee wird immer gebraucht.

Torben L. Brodersen: Selbstständigkeit bedeutet auch, dass Sie ein größeres Risiko tragen als Angestellte. Warum haben Sie sich trotzdem dafür entschieden?

Marion Wartenberg: Weil ich damals in einer Situation war, alleinerziehende Mutter mit einem Kleinkind, die aus damaliger Sicht keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat. Nur Hausfrau zu sein und mich auf Unterstützung zu verlassen war nie eine Option für mich. Der Stand der Kinderbetreuung, den wir heute haben, war damals noch nicht so ausgeweitet.
Ich selbst war aber auch immer eine Person, die sich schlecht unterordnen konnte und lieber mit Risiko durch die Wand ging als Arbeit nach Anweisung zu erledigen.

Torben L. Brodersen: Welche Vorteile sehen Sie in einer Selbstständigkeit mit Franchising?

Marion Wartenberg: Der Start in die Selbstständigkeit wird erleichtert, man wird „ an der Hand genommen“, Vorlagen und rechtliche Grundlagen werden gegeben.

Torben L. Brodersen: Welche fünf Praxistipps würden Sie Franchise-Interessierten mit auf den Weg geben, die mit Franchising den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen?

Marion Wartenberg:

1) Den Franchisegeber zu prüfen.

2) Intensiv mit dem Franchisegeber zusammenarbeiten, auch wenn Schwierigkeiten oder Unklarheiten auftauchen.

3) Richtlinien und Arbeitsgänge des Franchisegeber übernehmen.

4) Den informativen Austausch aller anderen Franchiseunternehmer bei Franchise-Treffs suchen. Dies bedeutet nicht nur Input für das eigene Unternehmen, sondern auch Erholung und Entspannung während der mehrtätigen Schulungen.

5) Sich immer wieder einen „Energieschub“ vom Franchisegeber einholen.

ASL

DFV Interview-Serie: Sich selbstständig zu machen, heißt nicht, dass man alles alleine machen muss: Neugründer dürfen und sollten sich Rat holen.

Diesmal sprach DFV Geschäftsführer Torben L. Brodersen mit Hans-Georg Metelmann, langjähriger und erfolgreicher Franchisenehmer bei k kiosk.

Torben L. Brodersen: Guten Tag Herr Metelmann. Sie sind inzwischen seit zehn Jahren Franchisenehmer im k kiosk-System. Was sollten Franchisegeber und Franchisenehmer beachten, wenn Sie eine ebenso dauerhafte und erfolgreiche Partnerschaft aufrecht erhalten wollen?

Hans-Georg Metelmann: Als Franchisenehmer sollte man bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Ohne die fällt es schwer, langfristig zu bestehen. Zunächst einmal sind die kaufmännische und fachliche Qualifikation sowie unternehmerisches Denken wichtig. Eine 40-Stunden-Woche ist als Kioskbetreiber passé, Kunden- und Serviceorientierung steht jetzt im Vordergrund – zu jeder Zeit. Aber auch eine gewisse finanzielle Grundlage muss vorhanden sein, um gut zu starten und langfristig erfolgreich zu sein. Im Gegenzug wird der Franchisenehmer beim Schritt in die Selbstständigkeit intensiv begleitet – angefangen bei der Standortwahl über die Mietvertragsgestaltung bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe an einem Standort mit hoher Kundenfrequenz.

Torben L. Brodersen: Gab es einen besonderen Höhepunkt in ihrer Zeit als Franchisenehmer bei k kiosk?

Hans-Georg Metelmann: Die Neueröffnung meines zweiten Geschäfts in Bobenheim-Roxheim 2008 und die Erweiterung im Jahr 2012 von 55 auf 100 Quadratmeter.

Torben L. Brodersen: Welchen Vorteil hat es, Ihre Filialen im k kiosk-Netzwerk zu betreiben?

Hans-Georg Metelmann: Die Stärken des k kiosk-Franchisemodells sind eine faire und offene Zusammenarbeit und die übersichtliche Kostenstruktur für Franchisepartner. Außerdem wird man trotz Franchising als selbständiger Unternehmer behandelt. Diese drei Punkte stehen für mich im Vordergrund.

Torben L. Brodersen: Unter unseren Lesern sind auch viele Franchise-Interessenten, die den aufregenden Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen. Haben Sie abschließend fünf Praxistipps, die dabei zu beachten sind?

Hans-Georg Metelmann:

1. Die Perspektive des Kunden einnehmen: Das Geschäft sollte übersichtlich und kundenfreundlich eingerichtet sein, so dass Kunden schnell finden, was sie suchen. Im Kioskbereich stören zum Beispiel zu viele Ständer nur.

2. Gerade als Neueinsteiger, der sich erst etablieren muss, ist es ganz wichtig, auf die Kundenwünsche einzugehen – egal, ob es sich um Nachbestellungen von Zeitungen und Zeitschriften handelt oder besondere Tabak- bzw. Zigarettensorten angefragt werden. Das gilt natürlich auch für jede andere Branche.

3. Eine hundertprozentige Warenbevorratung ist hilfreich, um Kundenwünsche direkt erfüllen zu können.

4. Auch wenn man Anfang sehr viel tun hat und sich alles erst einspielen muss: Auf Sauberkeit und Ordnung zu achten sollte nicht vergessen werden, denn der erste Eindruck zählt.

5. Sich selbstständig zu machen, heißt nicht, dass man alles alleine machen muss. Neugründer dürfen und sollten sich ruhig Rat holen, gerade in Finanzierungsfragen.

Hans-Georg Metelmann

Wer kümmert sich um die Unternehmensgründer?

100 Tage GroKo: viel wurde angekündigt, wenig ist bisher passiert

Die Ankündigungen der beiden großen Volksparteien (CDU/CSU und SPD) vor der Bundestagswahl waren vielversprechend. Gerade die KMU und die Franchisewirtschaft durften auf wirtschaftspolitische Reformen hoffen, die das Existenzgründungsklima in Deutschland nachhaltig stärken und für die Franchisewirtschaft die richtigen Akzente setzten.
Schon vor der Bundestagswahl hat der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) um eine Stellungnahme der im damaligen Bundestag vertretenen Parteien gebeten. Darin sollten sie sich klar zu den wirtschaftspolitischen Maßnahmen den Mittelstand betreffend positionieren, welche ab 2014 angegangen werden sollten.Die Antworten können Sie hier im Einzelnen nachlesen: Bundestagsfraktionen beantworten Anfrage des Deutschen Franchise-Verbandes e.V.

Das Ergebnis fällt nüchtern aus: nichts dergleichen wurde bislang umgesetzt.
Bisher wurde nicht gehandelt. Es blieb nur bei Versprechungen. Wirtschaftsreformen, wie z. B. die Wiedereinführung des Gründungszuschusses als gesetzliche Pflichtleistung, sollten gerade zu Beginn einer Legislaturperiode angestoßen werden, um rechtzeitig die richtigen Impulse an den Wirtschaftsstandort Deutschland zu senden und diesen damit für den Wettbewerb zu rüsten. Gerade die Franchisewirtschaft, bestehend aus Unternehmensnetzwerken, hat ein großes Interesse an der Förderung der Gründerkultur in Deutschland. Denn Wachstum ist im Franchising nur möglich, wenn die Rahmenbedingungen und die Akzeptanz für das Unternehmertum stimmen.

Der DFV e.V. setzt sich in seinem politischen Wirken energisch für die Förderung der Unternehmerkultur in Deutschland ein, da Franchisesysteme mehrheitlich mit Unternehmensgründern expandieren. Diese Schwerpunktsetzung in der wirtschaftspolitischen Arbeit wird unter anderem durch eine DFV-Umfrage zum Unternehmensgründungsgeschehen aus dem Jahr 2013 bestätigt.

Für die Zukunft

Noch ist es nicht zu spät, die vor der Wahl gemachten Versprechungen auch in die Tat umzusetzen. Es scheint, dass Themen wie Rente oder Mindestlohn gegenwärtig vorranging Berücksichtigung in der politischen Debatte finden. Dies ist augenscheinlich der größeren Popularität beim Wähler geschuldet. Doch dieser Fokus geht in die falsche Richtung, wenn die KMU Förderung hinten anstehen muss. Denn der Mittelstand und die Gründung neuer Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und leisten somit einen großen Beitrag für den Wohlstand in unserem Land. Die derzeitige wirtschaftliche Stärke Deutschlands darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Reformen zwingend notwendig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit der KMU weiter auszubauen, aber auch aufrechtzuerhalten.

Der DFV e.V. wird diesen Prozess weiterhin mit Nachdruck begleiten. Die aufgestellten Forderung zum Unternehmensgründungsgeschehen sind so aktuell und brennend wie eh und je.

Verkaufen 2.0 – ein Befreiungsschlag für jeden Vertriebler


Verkaufen 2.0 -Seminar in Fulda

Verkaufen 2.0

Erfolgreiche Unternehmen haben erfolgreiche Verkäufer.
Klassische Verkaufsansprachen stellen Kunden jedoch immer seltener
zufrieden, nicht zuletzt auch wegen der neuen Kommunikationsmöglichkeiten
im Web 2.0 mit Facebook, Twitter und Co.

Ihr Trainer Jürgen Dawo lädt Sie, Ihre Kollegen und Mitarbeiter recht
herzlich zu unserem „Verkaufen 2.0“ Seminar

am 04. und 05. Juni 2014 von 09:30 Uhr bis 17 Uhr im Bäder-Park-Hotel,
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http://www.baeder-park-hotel.de/

Melden Sie sich gleich an, die Teilnehmerzahl ist limitiert.

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Vorstand des DFV stellt Weichen für 2014

Im Zentrum der Aktivitäten des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. (DFV) wird im Jahr 2014 die Gewinnung neuer Mitglieder sowie die Schärfung des Verbandsprofils als Qualitätsgemeinschaft durch die Schaffung einer Franchise-Compliance-Deutschland stehen. Das beschloss der Vorstand des DFV in seiner Sitzung am Montag, den 20. Januar 2014 in Berlin. Die Stärkung des DFV soll vor allem dadurch erfolgen, dass die PR- und Lobbyarbeit weiter ausgebaut wird und mit Hilfe der DFV-Business Community noch bessere Einkaufskonditionen für Verbandsmitglieder und deren Franchisepartner geschaffen werden. Parallel wird mit dem Compliance Dokument das vorhandene qualitative Know-how des DFV (Merkblätter, Richtlinien etc.) zusammengefasst und weiterentwickelt. Hintergrund hierfür: Das Qualitätsmanagement des DFV zahlt sich für Verbandsmitglieder vor allem in Form einer erleichterten Finanzierung von Franchisegründern sowie einer besseren Ansprache von potentiellen Franchisenehmern aus.

Darüber hinaus beschloss der DFV-Vorstand die Durchführung einer Mitgliederzufriedenheitsbefragung im angelaufenen Jahr 2014, um die Bedürfnisse und Erwartungen der DFV-Mitgliedsunternehmen bei der strategischen Ausrichtung der Arbeit des DFV einfließen lassen zu können.

Für die gewählten ehrenamtlichen DFV-Repräsentanten standen unter anderem noch folgende weitere Themen auf der Tagesordnung: Die Erarbeitung einer Roadmap zu den Tätigkeiten der Ausschüsse des Verbandes, eine weitergehende Kooperation mit dem Axel-Springer-Verlag, neue Studien des Instituts für Franchising und Cooperation an der Universität Münster (F&C) sowie der aktuelle Stand zur Planung des DFV-Franchise-Forums vom 19.-21. Mai 2014 in München. Außerdem entschied der Verbandsvorstand – erneut im Rahmen der Gründerwoche Deutschland – 2014 einen 2. Franchise Matching Day durchzuführen.

Der Vorstand des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. h.c. Dieter Fröhlich (Musikschule Fröhlich): Präsident

Holger Blaufuß (McDonald’s Deutschland): Vize-Präsident, Vorsitzender Rechtsausschuss, Internationales Centrum für Franchising & Cooperation, Business Community

Carsten Gerlach (Joey’s Pizza Service): Schatzmeister, Vorsitzender Ausschuss „Qualität & Ethik“

Jürgen Dawo (Town & Country): Aus- und Weiterbildung, Deutsches Franchise-Institut GmbH

Kai Enders (Engel & Völkers): Vorsitzender Ausschuss „Internationales“

Matthias Lehner (Bodystreet): Vorsitzender Ausschuss „Marketing, Social Media & PR“, Fachschule für Franchising