Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) startet das Pilotprojekt „Gründerpatenschaften“, das die unternehmerischen Potenziale von Flüchtlingen für eine Selbständigkeit aktivieren und stärken soll. Interessierte Organisationen können sich bis zum 7. Dezember 2016 bewerben. Weiterlesen „Machen lohnt sich: Pilotprojekt „Gründerpatenschaften“ – unterstützen Sie die Selbständigkeit von Flüchtlingen“
Schlagwort: Selbständigkeit
Die typische Werbung von Franchisesystemen wird nicht in Frage gestellt – Zu den Entscheidungen des BGH in Sachen Fressnapf
Mit Urteil vom 4. Februar 2016 (Aktenzeichen I ZR 194/14) hat der Bundesgerichtshof (BGH) einen Werbeflyer von Fressnapf in einem bestimmten Punkt wettbewerbsrechtlich beanstandet. Dieses Urteil wird mitunter so verstanden, dass es die Werbung von Franchisesystemen erheblich erschwert. Diese Sichtweise wird der Entscheidung des BGH im Ergebnis nicht gerecht. Mit anderen Worten: man sollte die Bedeutung der Entscheidung nicht überschätzen. Das Urteil des BGH stellt die typische Werbung von Franchisesystemen nicht in Frage. Das folgt bereits aus dem Urteil selbst und wird durch einen (in demselben Verfahren auf eine Anhörungsrüge hin ergangenen) Beschluss des BGH vom 28. April 2016 erfreulicherweise klargestellt. Der BGH hatte über eine bestimmte Einzelfallkonstellation zu entscheiden, die sich einer Verallgemeinerung entzieht. Weiterlesen „Die typische Werbung von Franchisesystemen wird nicht in Frage gestellt – Zu den Entscheidungen des BGH in Sachen Fressnapf“
Verantwortlich handeln – Wie gestalten wir die Arbeitswelt der Zukunft im Handel?
DFV vernetzt sich weiter im Handel

Zu diesem Thema diskutierte der DFV beim Wirtschaftsforum der SPD vergangene Woche. Schlagworte wie „Bricks and Clicks“, „Digitalisierung“ und „Handel 4.0“ beschreiben nicht weniger als eine tiefgreifende Veränderung der Handelswelt. Neue Absatzwege, ein verändertes Konsumentenverhalten und datengetriebene Entwicklungen führen zu neuen Geschäftsmodellen, neuen Chancen und Märkten aber auch zu anderen radikalen Veränderungen. Diese reichen vom Erscheinungsbild unserer Fußgängerzonen und damit ganzer Stadtbilder bis hin zu den Arbeitsplätzen im Handelssektor. Über diese Arbeitswelt tauschte sich der DFV mit herausragenden Akteuren aus der Wirtschaft aus. Weiterlesen „Verantwortlich handeln – Wie gestalten wir die Arbeitswelt der Zukunft im Handel?“
DFV-Premiere: Fokusgruppe der Franchise-Gastronomen startet bei McDonald’s
Franchisegebern unter dem Verbandsdach Nutzen stiften – dieses allgemein erklärte Ziel des DFV wird seit Kurzem im Besonderen auch mit der Schaffung von zwei Fokusgruppen „Hotellerie/Gastronomie“ und „Einzelhandel“ verfolgt. Ziel dieser Special-Interest-Gremien ist es dabei, den Teilnehmern einen ungezwungenen und branchenspezifischen Erfahrungs- und Informationsaustausch zu ermöglichen. Weiterlesen „DFV-Premiere: Fokusgruppe der Franchise-Gastronomen startet bei McDonald’s“
DFV im Dialog mit dem BMAS: Gründerkultur und Sozialpolitik – wie passt das zusammen?
Der DFV diskutierte diese Woche im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zum Thema „Arbeiten 4.0 Themenlabor – Dialog mit (Solo-)Selbständigen, Gründerinnen und Gründern und kleinen Unternehmen“. Weiterlesen „DFV im Dialog mit dem BMAS: Gründerkultur und Sozialpolitik – wie passt das zusammen?“
Ausschuss zur „Franchisenehmer-Gewinnung“ nimmt Arbeit auf
Erfahrene Köpfe unterschiedlichster Franchisesysteme kamen am gestrigen Donnerstag zur konstituierenden Sitzung des neu geschaffenen Ausschusses zur Franchisenehmer-Gewinnung in Berlin zusammen. Die Expertendichte war hoch und so war schnell klar: hier wird nicht an der Oberfläche gekratzt. Das erklärte Ziel aller Beteiligten: DFV-Mitgliedsunternehmen einen echten Mehrwert für den Expansionsprozess liefern und damit einer der größten Herausforderungen unseres Wirtschaftszweiges, der erfolgreichen Gewinnung neuer Partner, gerecht zu werden. Weiterlesen „Ausschuss zur „Franchisenehmer-Gewinnung“ nimmt Arbeit auf“
Digitalisierung im Mittelstand: Wettbewerbsnachteile durch unterschiedliche Ausprägungen?
Gut 3.000 Mittelständler wurden in einer repräsentativen Umfrage von der Ernst & Young GmbH zur Digitalisierung in Unternehmen befragt. Es wurde analysiert, welche Rolle digitale Technologien in mittelständischen Unternehmen in Deutschland spielen und in welchen Bereichen sie eingesetzt werden. Auch beleuchtet die Studie die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Jahre. Zudem wurden auch Hemmnisse auf dem Weg zur Digitalisierung, wie beispielsweise begrenzte finanzielle Mittel oder fehlendes Personal, ermittelt. Unter den Teilnehmern waren mehr als ein Drittel kleine und mittlere Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen einen Unterschied zwischen kleinen (Umsatz < 30 Mio. Euro) und großen Unternehmen (> 100 Mio. Euro): Digitale Technologien spielen bei gut 40 Prozent der kleineren und bei schon mehr als 60 Prozent der großen Unternehmen eine Rolle. Auch weisen verschiedene Branchen unterschiedliche Resultate auf: So spielen digitale Technologien im Handel- und Dienstleistungsbereich schon heute eine deutlich größere Rolle als beispielweise im Bau- oder Energiesektor.
Relevanz für die Franchisewirtschaft: die Kernbotschaften aus der Studie
„Bei mehr als jedem zweiten Mittelständler spielen digitale Technologien für das eigene Geschäftsmodell inzwischen eine mittelgroße bis sehr große Rolle. Ihre Bedeutung steigt dabei mit zunehmender Unternehmensgröße.“
„Bei mehr als jedem fünften Mittelständler, der derzeit eine gute Geschäftslage aufweist, spielen digitale Technologien eine sehr große Rolle für das eigene Geschäftsmodell. Bei Unternehmen, die aktuell eine schlechte oder eher schlechte Geschäftslage berichten, liegt der Anteil bei 17 Prozent.“
„Gut jeder dritte Mittelständler rechnet damit, dass die Bedeutung digitaler Technologien mittelfristig deutlich steigen wird. Bei großen Unternehmen mit Jahresumsätzen von mehr als 100 Millionen Euro, geht sogar fast jeder zweite Befragte von einem deutlichen Bedeutungszuwachs aus.“
„Im Handel rechnen 4 von 5 Befragten mit einer steigenden Bedeutung digitaler Technologien im Laufe der nächsten 5 Jahre. Bei Dienstleistern geht sogar fast jeder zweite Befragte von einem deutlichen Bedeutungszuwachs aus.“
„Unternehmen, die sich aktuell in einer schwierigen Lage befinden, setzen deutlich seltener auf eine weitere Digitalisierung ihres Geschäftsmodells als Unternehmen mit guter Geschäftslage.“
Die gesamte Studie finden Sie hier: EY-Mittelstandsbarometer-Digitalisierung-2016
Profiwissen für die Franchisewirtschaft: wie baue ich einen Franchisebeirat auf?
Die Bereitschaft des Franchisegebers zur Wahrung der Interessen und Belange der Franchisepartner durch ihre Einbindung bei Fragen von grundsätzlicher Bedeutung und bei wichtigen Sachentscheidungen stellt ein wesentliches Element einer gelebten Partnerschaft dar. Es gilt der Grundsatz der Partizipation der Franchisenehmer an der Entscheidungsfindung die im Gesamtinteresse des Franchisesystems stehen. Diese Aufgabenstellung kann am besten durch die Etablierung eines Partnerbeirates verwirklicht werden. Den Mitgliedern sowie Anwärtern des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. (DFV) wird empfohlen, dabei die eine im Rahmen der Franchise-Compliance Deutschland erarbeitete Richtlinie anzuwenden.
Leitsätze
- Der Franchisebeirat berät die Systemzentrale bei wichtigen systemrelevanten Entscheidungen, in Fachfragen und hinsichtlich der Marketingpolitik. Er vermittelt der Franchisezentrale Erfahrungen aus dem operativen Geschäft, so dass durch den direkten Zugriff auf die Praxis der Franchisenehmer ein hohes Kreativpotential für das gesamte Franchisesystem entsteht. Der Franchisebeirat beteiligt sich aktiv an der Weiterentwicklung des Systems und der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen.
- Der Beirat ist ein wichtiger Bestandteil des jeweiligen Franchisesystems. Er ist ein Beratergremium, kein Betriebsrat, kein Sprachrohr aller Franchisenehmer, weder Aufsichtsrat noch Schlichtungsstelle.
- Vertreter der Franchisesystemzentrale müssen stets – sofern sie nicht Teil des Franchisebeirates sind – die Möglichkeit haben, bei den Sitzungen des Franchisebeirates anwesend zu sein. Sie sind in die Beschlüsse des Beirates involviert.
- Der Errichtung eines Franchisebeirates stehen grundsätzliche kartellrechtliche Bedenken entgegen. Dennoch ist die Einrichtung von Franchisebeiräten innerhalb von Franchise-Systemen nach Auffassung des Bundeskartellamts wettbewerbsrechtlich grundsätzlich zulässig, solange die Franchisebeiräte nicht tatsächlich die Geschäftspolitik der Franchisenehmer bzw. des Franchisesystems bestimmen. Sogenannte Mittelstandsempfehlungen (Empfehlungen zu einem bestimmten Verhalten im Wettbewerb) für die Franchisenehmer können Franchisebeiräte nur im Rahmen der sehr engen gesetzlichen Bestimmungen aussprechen.
- Die Aufgaben und die Funktionsweise des Franchisebeirates werden schriftlich in einer von der Franchisesystemzentrale vorgeschlagenen Franchisebeiratssatzung niedergelegt. Die Franchisesystemzentrale muss der Franchisebeiratssatzung zustimmen.
- Im Franchisevertrag ist die Aufgabenstellung des Franchisebeirates niedergeschrieben. Sie ist nach der Vorstellung des Franchisegebers gestaltbar.
- Der Beirat wird über die Ergebnisse anderer Gremien (z.B. Arbeitskreise, Fachausschüsse, Werbebeirat) informiert, sofern er daran nicht selbst beteiligt ist.
- Alle Franchisenehmer sind mindestens einmal im Jahr über die Ergebnisse der Arbeit des Beirates zu informieren.
Mitglieder des DFV können exklusiv die Richtlinie zum Franchisebeirat bei Jan Schmelzle unter schmelzle@franchiseverband.com abrufen.
DFV berät im Wirtschaftsministerium zur Zukunft des Einzelhandels
„Quo vadis Einzelhandel“ – unter diesem Leitmotto hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie vor knapp zwei Jahren eine Dialogplattform Einzelhandel in Leben gerufen, und u.a. auch DFV-Geschäftsführer Torben L. Brodersen für dessen Beirat ernannt. Die Plattform beschäftigt sich in 16 Workshops mit den immensen Herausforderungen, die auf den Einzelhandel zukommen: der Fokus liegt dabei auf Digitalisierung, Entwicklung in den Innenstädten und im ländlichen Raum sowie auf Fachkräftegewinnung im digitalen Zeitalter. Weiterlesen „DFV berät im Wirtschaftsministerium zur Zukunft des Einzelhandels“
Franchisenehmer-Zufriedenheit als Bindemittel in einer Franchisepartnerschaft (Teil 1)
Die Studie „Erfolg im Franchising – Franchising als Erfolgsgarant für Existenz- und Unternehmensgründungen“, von Dr. Martin Ahlert und Inga vom Rath, M.A., zum Anlass genommen, wollen wir uns in zwei Beiträgen mit dem Verhältnis zwischen Zufriedenheit und Loyalität von Franchisenehmern sowie dem Konzept der Network Profit Chain (Verbindung von Zufriedenheit der Mitarbeiter zu Kundenloyalität und Gewinn) beschäftigen.
I. Einleitung
Die Franchisewirtschaft muss sich vor allem immer wiederkehrend einer Aufgabe stellen: Wie gewinne ich neue Franchisenehmer? Sowohl ein Wunsch nach Wachstum des Systems als auch eine notwendige Nachfolge der bestehenden Franchisenehmer fordern Lösungen. Deshalb wurde die Frage gestellt, ob eine höhere Zufriedenheit der Franchisenehmer zu einer höheren Loyalität führt und darüber hinaus vielleicht sogar zu einer Akquiseunterstützung.
II. Zufriedenheit als Bindemittel für Franchisenehmer
Im Zuge der Studie wurden Franchisenehmer von deutschen Systemen zu ihrer Bindung zum System sowie möglichen Aufgabegründen befragt.
Dabei wurde festgestellt, dass 85% der Franchisenehmer insgesamt zufrieden sind und 81% sogar das System an Freunde und Bekannte weiterempfehlen würden. Daraus kann man die Schlussfolgerung ziehen, dass die Zufriedenheit des Franchisenehmers zu einer höheren Weiterempfehlungsquote führen kann.
Es wurde außerdem innerhalb der Studie „Zufriedenheits-Gruppen“ gebildet. In der Gruppe 1 waren Franchisesysteme die eine sehr hohe Zufriedenheit der Franchisenehmer vorweisen, in Gruppe 2 waren die Franchisenehmer eher zufrieden und in Gruppe 3 war ein deutliches Verbesserungspotenzial vorhanden. Im Hinblick auf den Verbleib im System in den ersten 4 Jahren seit Einstieg hat sich etwas interessantes gezeigt: 80% der Franchisenehmer der Gruppe 1 und 2 waren nach 4 Jahren noch aktiv, hingegen nur knapp 60% der Franchisenehmer aus Gruppe 3.
Somit lässt sich hier die Schlussfolgerung ziehen, dass je zufriedener der Franchisenehmer von Anfang an war, desto sicherer sein Verbleib im System ist.
III. Ausblick
In diesem Beitrag wurde gezeigt, dass Zufriedenheit sowohl als Bindemittel sowie auch als Akquiseunterstützung dient. Im folgenden Beitrag beleuchten wir dann die Verbesserungsmöglichkeiten und erklären das Konzept der Network Porfit Chain.
Verfasser: Arne Wolf Dähn